Wussten Sie, dass ...?
40 Kilometer Kabel, eine polierte Plakette und geheime Botschaften. Die wichtigsten und witzigsten Fakten rund ums neue Stadthausgeviert.
Kabelkilometer und Betonvolumen
Über all die Baujahre wurde einiges an Material gebraucht. Details gewünscht? Et voilà:
Ich war auch einmal ein Parkplatz
Lange Zeit wurde der Ort, wo heute die neue Empfangshalle steht, als Parkplatz benutzt. Ein Überbleibsel findet man heute noch. Etwas versteckt ist eine Parkplakette an der Mauer des Hauses zum Eckstein angebracht worden. «Sie hat die ganze Bauzeit überstanden, und so haben wir beschlossen, sie zu behalten», sagt Bauleiter Thomas Hess. «Plötzlich war sie aber unauffindbar verschwunden. Bis sie dann ein paar Tage später blitzblank poliert wieder da war. Unser Hausdienst hatte sich schon darum gekümmert.»
Wo ist Peter?
Weil es seit dem Umbau keine fixen Arbeitsplätze mehr in der Stadtverwaltung gibt, können die Mitarbeitenden jeden Morgen entscheiden, wo sie sitzen möchten. Im historischen Teil findet man neu verschiedene Büros. Ein paar haben mehr Platz, andere sind für ruhigeres Arbeiten gedacht. Damit alle wissen, wo es noch einen freien Tisch gibt, haben einige Abteilungen ein Dashboard mit kleinen Avataren gebastelt. Die Magnete können einfach verschoben werden, das ist praktisch und macht schon am Morgen gute Laune. P.S.: Der Stadtpräsident hat eines der wenigen Einzelbüros und ist deshalb einfach zu finden.
Geheime Botschaft
Drei Zeitkapseln wurden im Keller des neuen Stadthauses vergraben. Beschriftet sind sie jeweils mit Politik, Gesellschaft und Gebäude. Was sie enthalten, ist geheim. Ein Datum, wann sie geöffnet werden sollen, ist keines vorgegeben. Sicher nicht sehr bald. Dafür sind sie auch viel zu aufwendig unter einer Glasabdeckung eingebettet worden.
Ein Jahrhundertprojekt
Seit über hundert Jahren besteht die Idee, die Stadtverwaltung im Stadthausgeviert räumlich zu bündeln. Das erste Mal wollte man das Stadthaus im Jahr 1881 vergrössern, jedoch ohne Erfolg. Jetzt wurde das spätbarocke Gebäude von 1730 sorgfältig erneuert. Wo möglich, wurden Wände entfernt, um grössere Räume zu schaffen. Neue Böden und eine überarbeitete Farbgestaltung verleihen dem Haus ein zeitgemässes Erscheinungsbild, während historische Elemente erhalten blieben. Die bestehenden Stuckaturen wurden restauriert und bisher verborgene Decken wieder freigelegt.