Schaffhauser Polizei warnt vor Schockanrufen: Enkelin verhindert Betrug im letzten Moment

Lucas Blumer | 
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Aktuell verzeichnet die Schaffhauser Polizei wieder vermehrt Schockanrufe von Telefonbetrügern. Symbolbild: zVg/SHPol

Die Schaffhauser Polizei registriert derzeit vermehrt sogenannte Schockanrufe. Telefonbetrüger geben sich dabei als Angehörige oder Behörden aus und fordern mit erfundenen Horror-Szenarien hohe Geldbeträge. Bislang hatten die Betrüger aber keinen Erfolg.

In den letzten Tagen sind bei der Schaffhauser Polizei mehrere Meldungen zu sogenannten Schockanrufen eingegangen. Die betroffene Personen hätten berichtet, dass sie von Unbekannten telefonisch kontaktiert wurden und ihnen beispielsweise vorgetäuscht wurde, ein nahes Familienmitglied – etwa die Tochter oder der Sohn – habe einen schweren Unfall verursacht.

Anschliessend behaupten die Betrüger, dass eine Kaution bezahlt werden muss, damit das Familienmitglied nicht ins Gefängnis muss. Gefordert werden dabei Bargeld, Schmuck, Gold oder andere Wertsachen. Die Betrüger setzen die Betroffenen gezielt unter Druck und versuchen, emotionale Ausnahmesituationen auszunutzen. Wie die Schaffhauser Polizei schreibt, hatten die Betrüger aber bislang keinen Erfolg in Schaffhausen.

Enkelin verhindert Betrug

Einmal kamen sie aber recht nah: Eine Schaffhauser Seniorin hatte bereits rund 60'000 Franken bei einer Bank abgehoben und erzählte ihrer Enkelin vom Vorfall. Diese ahnte allerdings, dass es sich dabei um einen Betrugsversuch handeln könnte und verständigte umgehend die Schaffhauser Polizei. Polizistinnen und Polizisten gingen daraufhin zur Frau nach Hause und wiesen sie an, das Geld auf keinen Fall zu übergeben und es schnellstmöglich wieder zur Bank zurückzubringen.

Die Schaffhauser Polizei empfiehlt folgende Verhaltensweisen:

  • Bleiben Sie ruhig – auch bei vermeintlich schlimmen oder schockierenden Nachrichten – und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Geben Sie am Telefon keine persönlichen, finanziellen oder anderen sensiblen Informationen preis, insbesondere nicht zu Ihrem Wohnort, zu Ihren Vermögensverhältnissen oder zu Ihren Bankdaten.
  • Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person direkt über die Ihnen bekannte Nummer. Wenn Sie die Person nicht sofort erreichen, versuchen Sie es nach kurzer Zeit erneut oder nehmen Sie Kontakt zu weiteren Angehörigen wie Kindern oder Enkelkindern auf.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür, übergeben Sie niemals Geld, Schmuck oder andere Wertsachen an Fremde und legen Sie solche Gegenstände auch nicht an einem vereinbarten Ort ab.
  • Wenn bereits eine Geldübergabe vereinbart wurde oder Sie Opfer eines Betrugsversuchs geworden sind, verständigen Sie unverzüglich die Polizei.
  • Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über diese Betrugsmasche und helfen Sie mit, diese wichtigen Informationen weiterzugeben.

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