Das Adliker «Pöstli» wird nun doch nicht einfach an den Meistbietenden verkauft

Alexander Joho | 
Lesenswert
Noch keine Kommentare
Setzte sich für die Liegenschaft «Post» in Adlikon ein: der ehemalige Gemeindeschreiber von Kleinandelfingen und Rheinau, Jost Meier (Aufnahme von Oktober 2025). Bild: Michael Kessler

Jost Meiers Einzelinitiative hat eingeschlagen: Die Andelfinger Stimmberechtigten sagen Ja zur Abgabe der Adliker Liegenschaft «Post» im Baurecht.

Andelfingen sagt Ja zur Abgabe der Adliker Liegenschaft «Pöstli» im Baurecht. Es ist ein Sieg für den im Andelfinger Ortsteil ansässigen Einzelinitianten Jost Meier. Er will in Bezug auf die zukünftige Gestaltung des Areals – im hinteren Bereich liebäugelt eine lokale Wohnbaugenossenschaft mit zwei Bauten zu je acht Mietwohnungen – der Gemeinde mehr Mitwirkungsmöglichkeiten offenlassen. Die Einzelinitiative wurde mit 884 Ja- zu 749 Nein-Stimmen gutgeheissen; die Stimmbeteiligung lag bei über 65 Prozent.

Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission waren gegen die Initiative

Jost Meier, der in mehreren Vorträgen Werbung für sein Anliegen machte, zeigt sich gegenüber den SN dankbar für die bisherige Unterstützung aus der Bevölkerung und erfreut über das Resultat. «Der Gemeinderat hatte die ganze Maschinerie gegen die Initiative aufgefahren. In der Broschüre gab es 20 Seiten dagegen und eine Seite, auf der mein Text Eingang fand.» Meier wünscht sich nun, dass der bestehende Gemeinderat mit dem «Pöstli» weitermacht und der neu zusammengestellten Behörde ab Juli eine gute Grundlage bietet. «Ich hoffe, dass sich der Gemeinderat jetzt vom Investorenwettbewerb verabschiedet, es gibt genügend andere Möglichkeiten, diesen Wettbewerb zu lancieren.»

«Ich hoffe, dass sich der Gemeinderat jetzt vom Investorenwettbewerb verabschiedet, es gibt genügend andere Möglichkeiten, diesen Wettbewerb zu lancieren.»

Jost Meier, Initiant «Abgabe Liegenschaft ‹Post› Adlikon im Baurecht»

Das «Pöstli» wird seit dem Ende der letzten Restaurantpacht vor vier Jahren nur noch für die Unterbringung von Geflüchteten und für vereinzelte Vereinstätigkeiten genutzt. Die Gemeinde Andelfingen, zu der Adlikon seit der Fusion vor drei Jahren gehört, wollte die Liegenschaft mit einem Wert von circa 3,5 Millionen Franken verkaufen, um Gelder für wichtige eigene anstehende Bauprojekte zu generieren, und hatte dabei auch Support von der Rechnungsprüfungskommission erhalten.

Ist dieser Artikel lesenswert?

Ja
Nein

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren