Gemeinderatssitz in Schlatt bleibt vakant: Zweiter Wahlgang muss her

Jurga Wüger | 
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Keiner der Kandidierenden schafft den Sprung in den Schlatter Gemeinderat: Andrea Regula Graubitz (parteilos), Maurizio Lomartire (parteilos) und Isabel Volkart-Steinmann (parteilos) (v. l.). Bilder: zVg

Keiner der vier Kandidierenden in Schlatt erreicht das absolute Mehr – der zweite Wahlgang wird am 14. Juni stattfinden. François Welti (SVP) zieht seine Kandidatur zurück.

In der Gemeinde Schlatt bleibt ein Sitz im Gemeinderat vorerst unbesetzt. Bei den Gemeinderatswahlen konnte keiner der vier Kandidierenden das absolute Mehr erreichen. Von insgesamt 650 gültigen Stimmen wären 326 nötig gewesen, um direkt gewählt zu werden. Am nächsten kam Andrea Regula Graubitz (parteilos) mit 240 Stimmen, gefolgt von Isabel Volkart-Steinmann (parteilos) mit 182 Stimmen, Maurizio Lomartire (parteilos) mit 116 Stimmen und François Welti (SVP) mit 103 Stimmen. Vereinzelt entfielen neun Stimmen auf andere Kandidaten.

Trotz des verpassten Mehrs zeigten sich drei Kandidierende weiterhin motiviert. Andrea Regula Graubitz betont, sie habe sich über jede einzelne Stimme gefreut und sagt: «Gerne kandidiere ich weiter um den Sitz im Gemeinderat.»

Auch Isabel Volkart-Steinmann wertet das Resultat positiv: «Da ich noch nicht lange in Schlatt wohne, kennen mich viele noch nicht persönlich. Umso mehr freut mich die Zustimmung zu mir, meiner Kompetenz und meinen Werten.» Das motiviere sie, erneut anzutreten.

Lomartire «überdenkt das Resultat», Welti tritt nicht mehr an

Maurizio Lomartire, der zum ersten Mal für ein politisches Amt kandidierte, war positiv überrascht über sein Ergebnis, lobte das Engagement der Gemeinde und zeigte sich erfreut über die vielen Kandidaturen. Mit 116 Stimmen erreichte er zwar kein absolutes Mehr, sieht dies aber nicht als Enttäuschung: «Ich werde das Resultat erst sacken lassen, bevor ich entscheide, ob ich am zweiten Wahlgang teilnehmen werde.»

François Welti (SVP) zeigt sich gelassen: «Es ist grundsätzlich schon eindeutig, dass die anderen Kandidierenden mehr Stimmen erhalten haben als ich, obwohl eine klare Siegerin oder ein klarer Sieger noch nicht gewählt ist.» Nichtsdestotrotz zeichnet sich für ihn ab, «dass der Sitz im Gemeinderat durch eine Frau besetzt werden soll». Einen weiteren Antritt im zweiten Wahlgang schloss Welti aus und wünschte den Kandidierenden viel Erfolg.

Da keiner der Kandidierenden das absolute Mehr erreicht hat, wird die Gemeinde Schlatt am 14. Juni einen zweiten Wahlgang abhalten, um den freien Gemeinderatssitz endgültig zu besetzen.

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