Nach Rücktritt von Gemeindepräsident Brütsch: So geht es in Thayngen nun weiter

Thomas Martens | 
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Gemeinderatspraesident Thayngen, fotografiert am Donnerstag, 10. April 2025, in Schaffhausen. (Roberta Fele / Schaffhauser Nachrichten)
Ist überraschend zurückgetreten: Markus Brütsch amtete nur kurz als Thaynger Gemeindepräsident. Bild: Roberta Fele

Die Aufgaben des früheren Thaynger Gemeindepräsidenten Markus Brütsch wurden neu verteilt, dabei kommt es im Bereich Schule zu einem Ausstand. Auch der Termin für die Ersatzwahl wurde bestimmt.

An der Einwohnerratssitzung in Thayngen von Donnerstagabend war natürlich der überraschende Rücktritt von Gemeindepräsident Markus Brütsch (SP) Thema. Wie sein Stellvertreter Walter Scheiwiller (SP) ausführte, habe der Gemeinderat in dieser «schwierigen Situation» sofort gehandelt und die Aufgaben vorübergehend neu verteilt. Demnach ist er selbst weiterhin Tiefbau-Referent und Vizepräsident mit neu Präsidiales, Soziales und Feuerwehr. Christoph Meister (FDP) bleibt Hochbau-Referent und übernimmt den Bereich Schule, da bei der Schulstellvertreterin Gabriella Coronelli (SVP) die zusätzlichen Ressourcen für die Schule fehlen würden.

«Mit diesem Entscheid stellt die Schulbehörde Transparenz sowie die Wahrung der institutionellen Unabhängigkeit sicher.»

Walter Scheiwiller, Gemeindepräsident ad interim Thayngen

Aufgrund eines möglichen Interessenkonflikts hat die Schulbehörde einstimmig entschieden, dass Schulpräsidentin Martina Winzeler – die Schwester von Christoph Meister – vorübergehend in den Ausstand tritt. Vizepräsidentin Sandra Cosan übernimmt interimistisch die Aufgaben. Mit diesem Entscheid will die Schulbehörde Transparenz sowie die Wahrung der institutionellen Unabhängigkeit sicherstellen. Die Schulbehörde sei sich bewusst, dass dadurch vorübergehend Wissen und Konstanz fehlen werden, sei jedoch überzeugt, dass der Entscheid im Interesse der Schule liege, so Scheiwiller.

Die beiden Thaynger Gemeinderäte Walter Scheiwiller (links) und Christoph Meister teilen sich die Aufgaben des zurückgetretenen Gemeindepräsidenten. Bild: Thomas Martens

Die Aufgabenverteilung gelte bis zur erneuten Komplettierung des Gemeinderats. Dieser setzt die Ersatzwahl für das Gemeindepräsidium auf den 8. März 2026 an, den allfälligen zweiten Wahlgang auf den 26. April 2026.

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