Neue Sportart erobert Schaffhausen: Das müssen Sie zum Padel Tennis wissen + Gewinnspiel
Mit «Padelvibez» verfügt Schaffhausen über ein Sportzentrum, in dem die Boom-Sportart ausgeübt werden kann. Sie ist eine Mischung aus Tennis und Squash – mit manchen Besonderheiten. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten. Und heute können Sie wieder etwas gewinnen, um selber aktiv zu werden!
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Wenn man Ronny Dux Glauben schenken mag, dann sind Tennis und Squash Vergangenheit. Die Gegenwart und Zukunft gehört seiner Ansicht nach Padel Tennis, kurz Padel. Die Sportart, deren Wurzeln in Mexiko liegt, gewinnt auch im Raum Schaffhausen immer mehr Anhänger. Seit November 2021 gibt es an der Mühlentalstrasse ein eigenes Sportcenter dafür, im März dieses Jahres wurde es von Jacqueline und Fabrice Vuilleumier, Gabriela und Ronny Dux sowie Gianni Ranallo übernommen und in «Padelvibez» umbenannt. «Davor hat eigentlich kaum jemand gewusst, dass man in Schaffhausen Padel spielen kann», sagt Ronny Dux. Es gibt einen Single-Court und vier Doppel-Felder.
Was genau ist Padel Tennis?
Es ist so etwas wie eine Mischung aus Tennis und Squash, aber doch anders. Die Regeln orientieren sich weitgehend am Tennis. Gezählt wird gleich, es gibt Spiel, Satz, Tie-Break. Die Spielfelder sind auf der Rückseite von hohen Glas- und auf der Längsseite von Gitterwänden umgeben, die wie beim Squash aktiv ins Spiel miteinbezogen werden können. Mit 10 auf 20 Meter sind die durch ein Netz getrennten Felder kleiner als beim Tennis und etwas grösser als beim Badminton. Ein wesentlicher Unterschied zu Tennis ist, dass der Aufschlag nur von unten diagonal ins gegnerische Feld gespielt wird. Der Ball muss zuerst den Boden berühren, bevor er die Seitenwände berühren darf. Padel wird in der Regel im Doppel, also zwei gegen zwei gespielt. «Das Spiel ist schnell, man braucht eine gute Reaktionsfähigkeit», erklärt Dux. Die Bälle sehen aus wie beim Tennis, sind aber etwas kleiner und weniger hart.
«Ich bin fünf Minuten auf dem Platz gestanden und habe gewusst, das ist mein neuer Sport.»
Warum wird Padel Tennis immer beliebter?
Ronny Dux erklärt es so: «Man muss nicht so viel laufen.» Da man zu zweit spielt, sei die körperliche Belastung nicht so hoch. Der Schaffhauser war früher begeisterter und ambitionierter Tennisspieler, doch mit zunehmendem Alter zehrt der kraftraubende Sport am Körper. «Tennis macht mir einfach keinen Spass mehr, nach einer Stunde intensivem Spiel tut mir alles weh», meint der 45-Jährige, der schon mehrere Knieoperationen hinter sich hat. Er hatte von einem Kollegen von der neuen Sportart gehört und liess sich überreden, mal mitzukommen. «Ich bin fünf Minuten auf dem Platz gestanden und habe gewusst, das ist mein neuer Sport», erinnert sich Dux. Der Einstieg in diesen Sport sei recht einfach. Padel lernen kann man auf eigene Faust, oder etwas schneller mit einem Trainer. Bei «Padelvibez» steht dafür Marcel Tenas (26) zur Verfügung, der zu den Top-10-Spielern der Schweiz gehört und den Sport seit vielen Jahren betreibt.
Welche Ausrüstung braucht man?
Das Wichtigste ist der Schläger. «Wer Padel auf hohem Niveau spielen möchte, sollte grossen Wert auf die Qualität des Schlägers legen», rät Dux. Anders als beim Tennis oder Squash gibt es bei Padel-Schlägern keine Bespannung, sondern eine harte Schlagfläche mit kleinen Löchern. Padel-Schläger sind auch wesentlich kürzer. Während Tennis- oder Squashschläger immer wieder neu bespannt werden können, unterliegen Padel-Rackets aufgrund ihres Materials einem gewissen Verschleiss und halten, je nach Qualität und Spieldauer, mehr oder weniger lang. Bei «Padelvibez» können sich Anfänger Schläger vor Ort mieten. Bälle müssen allerdings gekauft werden.
«Padelvibez» hat rund um die Uhr geöffnet, Courts können online gebucht werden.

