Telefon-Betrüger räumen Konten leer: Drei Schaffhauser Haushalte um 300'000 Franken gebracht

Ralph Denzel | 
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Die Polizei warnt eindringlich von den Betrügern und ihren dreisten Maschen. Symbolbild: Keystone

Nachdem mehrere Personen Telefonbetrügern auf den Leim gegangen sind, ermittelt die Polizei. Die Verbrecher hatten insgesamt 300'000 Franken erbeutet. 

In den vergangenen Tagen sind in der Region Schaffhausen drei massive Betrugsfälle gemeldet worden. Das schreibt die Schaffhauser Polizei in einer Medienmitteilung. Unbekannte Täter haben dabei zwei Männer sowie ein Ehepaar um insgesamt rund 300'000 Franken gebracht.

In allen Fällen gingen die Betrüger gleich vor: Sie meldeten sich telefonisch und gaben sich als Mitarbeitende einer Bank aus. Der angebliche Bankangestellte erklärte, eine verdächtige Zahlung ins Ausland sei aufgefallen und deshalb blockiert worden. Als die Angerufenen bestätigten, dass sie keine solche Zahlung veranlasst hatten, behauptete der Täter, ihre Computer seien vermutlich mit Viren infiziert.

Unter diesem Vorwand instruierte er die Betroffenen, ein bestimmtes Programm herunterzuladen – angeblich, um den Rechner zu reinigen. Tatsächlich handelte es sich laut der Schaffhauser Polizei um eine Fernzugriff-Software, mit der die Täter vollständigen Zugriff auf die Geräte erhielten.

Kurz darauf stellten die Geschädigten fest, dass ihre Bankkonten leergeräumt worden waren: In einem Fall verschwanden 140'000 Franken, in einem anderen 60'000 Franken und beim Ehepaar weitere 100'000 Franken.

Polizei warnt eindringlich vor Fernzugriffs-Betrug

Die Schaffhauser Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor dieser derzeit weitverbreiteten Masche. Betrüger geben sich häufig als Bankmitarbeitende oder technische Supportpersonen aus und fordern dazu auf, Programme wie AnyDesk zu installieren, die ihnen Fernzugriff auf Computer und Smartphones ermöglichen.

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