Gewaltdelikt in Truttikon: Zwei Tote in Wohnhaus gefunden – Mann soll seine Frau und dann sich selbst umgebracht haben

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Das betroffene Haus wurde von der Polizei amtlich versiegelt. Bild: Thomas Martens

Am Sonntagabend war ein Grossaufgebot der Kantonspolizei Zürich in Truttikon im Einsatz. Nach einem Gewaltdelikt wurden zwei tote Personen in einem Wohnhaus aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Ehemann erst seine Frau und dann sich selbst getötet hat.

von Alexander Joho und Kay Fehr

Nun herrscht traurige Gewissheit: Nachdem am Sonntagabend gegen 20 Uhr Zeugen den SN von einem Polizeieinsatz mit Grossaufgebot berichtet hatten und die Kantonspolizei Zürich den Einsatz bestätigt hatte, sind jetzt Details zum Gewaltdelikt bekannt geworden.

In einem Wohnhaus in Truttikon wurden eine tote Frau und ein toter Mann aufgefunden, wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt. Nach aktuellem Kenntnisstand hat der 78-jährige Ehemann seine 65-jährige Ehefrau und danach sich selbst getötet. «Aufgrund von allen Spuren, die man ermitteln konnte, und der Situation ist das die plausibelste Erklärung», so Kapo-Mediensprecher Roger Bonetti. Beide Verstorbene waren Schweizer Staatsangehörige. Der Mann war früher jahrelang Mitglied im lokalen Militärschützenverein.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Bild: zVg/Kapo ZH

Das Motiv ist weiterhin unbekannt. Offen ist zudem, ob der Täter einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Auch zur Waffe, die eingesetzt wurde, kann die Kantonspolizei noch keine Angaben machen – und verweist auf die Staatsanwaltschaft.

Alarmiert wurde die Polizei am Sonntag, kurz nach 17 Uhr, von der Tochter des Ehepaars, nachdem sie ihre Eltern leblos im Haus entdeckt hatte. Die ersten Einsatzkräfte waren um circa 17.30 Uhr vor Ort; der Einsatz war in der Nacht auf Montag gegen 1 Uhr abgeschlossen. Seither ist der Zutritt zum Haus versiegelt. Der genaue Todeszeitpunkt des Paars ist derzeit noch unbekannt. Die Tochter wurde am Sonntag, nach der Entdeckung, durch das Care-Team betreut.

Gedenkkerzen im Eingangsbereich vor dem Tatort in Truttikon. Bild: Alexander Joho

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat führt die Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich. Zusätzlich standen das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich IRM, das Forensische Institut Zürich FOR, der zuständige Staatsanwalt, ein Rettungswagen des Spitals Winterthur sowie ein privates Bestattungsunternehmen im Einsatz.

+++ Update folgt. +++

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