Gailingen: 78-Jährige stirbt bei Kellerbrand
Ein Brand in Gailingen forderte am Sonntag eine Tote.
Am Sonntagmorgen kam es im Keller einer Doppelhaushälfte in Gailingen in der Kapellenstrasse zu einem Brand. Wie der «Südkurier» schreibt, sei die Polizei um 7 Uhr alarmiert worden, «es gab einen lauten Knall» in dem Wohngebiet. Die Feuerwehreinsatzkräfte konnten eine 78-jährige Hausbewohnerin nur noch tot aus dem Haus bergen.
Gemäss Gailinger Kommandant Jürgen Ruh sei sie tot neben dem Bad aufgefunden worden. Ihr 41-jähriger Sohn konnte über ein Dachfenster gerettet werden, teilt das Polizeipräsidium Konstanz in einer Mitteilung mit. Er wurde mit unbestimmten Verletzungen in ein nahegelegenes Spital gebracht. Der Hund der Familie blieb unverletzt. Er wurde an die Tierrettung Südbaden übergeben. Das Feuer habe sich vom Keller aus im Haus ausgebreitet, so Ruh.
Im Einsatz befanden sich die freiwilligen Feuerwehren aus Gailingen und Diessenhofen mit insgesamt rund 75 Personen sowie Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst. Tobias Oechsle, stellvertretender Kreisbrandmeister, der beim Einsatz in Gailingen vor Ort war, bestätigte gegenüber dem «Südkurier» das Grossaufgebot der Feuerwehr. Der komplette Innenbereich des Hauses sei über mehrere Stockwerke verraucht gewesen.
Tiefe Bestürzung in Gailingen
Der Einsatz galt um 11 Uhr als offiziell beendet. Wie Ruh gegenüber dem «Südkurier» sagt, war das Feuer gegen 10 Uhr gelöscht gewesen. Das Haus wurde dann entlüftet, damit die Ermittler das Gebäude betreten konnten. Mit einer Wärmebildkamera habe man nach möglichen Glutnestern geschaut, aber keine gefunden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen. Der entstandene Gebäudeschaden beläuft sich auf umgerechnet 500 000 Franken.
Am Sonntagmorgen war Bürgermeister Thomas Auer bei der Brandstelle. Im Ort herrsche grosse Bestürzung. «Der Vorfall ist natürlich zutiefst tragisch. Aber wir können trotz aller Trauer froh sein, dass zumindest der Sohn gerettet werden konnte. Ohne die Feuerwehr hätten wir vielleicht zwei Tote zu beklagen», so der Gailinger Bürgermeister.