Knapp am Rekordjahr vorbei: Rheinfall verzeichnet starke Saison 2025

Lucas Blumer | 
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Touristen besuchen den Rheinfall bei sonnigem Wetter, wenig Wasser fliesst den Felsen herunter, am Dienstag, 08. April 2025. (Melanie Duchene / Schaffhauser Nachrichten)
Im Frühjahr floss nur wenig Wasser den Rheinfall hinunter. Den Besucherzahlen hat das kaum geschadet. Bild: Melanie Duchene

Die Anziehungskraft des grössten Wasserfalls von Europa scheint auch 2025 ungebrochen: Nach dem Rekordjahr 2024 erreicht die Destination 2025 gemäss Hochrechnungen rund 97 Prozent der Vorjahreswerte.

Das Niedrigwasser im Frühling konnte den Besucherzahlen des Rheinfalls kaum etwas anhaben: Rund 2 Millionen Menschen haben sich 2025 dafür entschieden, den grössten Wasserfall Europas zu besuchen, wie der Kanton Schaffhausen in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Etwa 1,1 Millionen Menschen haben dabei die Schaffhauser Seite des Rheinfalls besucht und rund 900'000 Menschen die Zürcher Seite. 2025 verzeichnet der Rheinfall damit einen leichten Rückgang, nachdem 2024 und 2023 jeweils neue Rekorde gesetzt wurden. Letztes Jahr besuchten rund 2,1 Millionen Menschen den Rheinfall.

Nach wie vor sind Reisegruppen aus Indien und weiteren asiatischen Ländern am stärksten vertreten. Im Sommer besuchten zudem besonders viele Personen aus Amerika und Familien aus Spanien den Rheinfall.

Auf Schaffhauser Seite wurden 2025 allerdings rund 500 Reisecars weniger gezählt als noch im Vorjahr. Diese werden durch die 300 zusätzlichen Cars auf Zürcher Seite (3500 statt 3200) zumindest teilweise kompensiert.

3,55 Millionen Franken Parkgebühren

Zusammen mit den insgesamt 510'000 Autos, die auf beiden Seiten des Rheinfalls parkiert haben, haben Schaffhausen und Zürich insgesamt 3,55 Millionen Franken an Parkgebühren eingenommen. Leicht mehr als die Hälfte, rund 1,95 Millionen Franken, gehen in das Schaffhauser Kässeli. 2024 wurden noch insgesamt 3,82 Millionen Franken an Parkgebühren eingenommen. Obwohl die Besucherzahlen leicht rückläufig waren, verzeichnete der Info-Shop für Besucherinnen und Besucher auf Schaffhauser Seite 1 Prozent mehr Gäste und 2 Prozent mehr Umsatz.

Die wichtigsten Zahlen und Fakten

Besucherinnen und Besucher am Rheinfall (Gesamtdestination, Hochrechnung per Ende Jahr): Rund 2 Millionen

Schaffhauser Seite:

  • Besucherinnen und Besucher Schaffhauser Seite (Schätzung): 1,115 Mio. (2024: 1,15 Millionen)
  • Autos: ca. 260'000 (2024: 267'000)
  • Cars: ca. 9'000 (2024: 9'500)
  • Parkgebühren: 1,95 Millionen Franken (2024: 2,02 Millionen Franken)
  • Besucher Info-Shop: 268’500 Gäste (+1 Prozent gegenüber Vorjahr, Umsatz +2 Prozent)
  • Führungen: rund 40 Gruppenführungen bis Ende September (2024: 50 Führungen gesamt)

Zürcher Seite (Schätzungen, Hochrechnung auf Ende Jahr):

  • Besucherinnen und Besucher Schloss Laufen am Rheinfall (Schätzung): 900'000.
  • Autos: ca. 250'000 (2024: 267'000)
  • Cars: ca. 3'500 (2024: 3’200)
  • Parkgebühren: 1,6 Mllionen Franken (2024: 1.8 Millionen Franken)
     

Was die Besucherinnen und Besucher am Rheinfall geboten bekommen, scheint sie zu überzeugen: Mit über 81'000 Bewertungen ist der Rheinfall der meistbewertete Ort der Schweiz und er erreicht auch eine hohe Durchschnittsbewertung von 4,7 von 5 Sternen. Um diesen Wert beizubehalten und noch zu verbessern, arbeiten Zürich und Schaffhausen insbesondere am Parkierungskonzept und der Verkehrsführung: Beide Kantone entwickeln ein Parkleitsystem, das den Verkehr ab der Autobahn gezielt auf freie Parkplätze lenken soll. In Neuhausen laufen dazu die Vorbereitungen für einen Ausbau des Parkplatzes Nohlwiese, um in Spitzenzeiten genügend Parkplätze anbieten zu können. 

Winter-Highlights auf Schloss Laufen

Um den Besuchern des Rheinfalls auch in der Nebensaison etwas bieten zu können, findet auf Schloss Laufen vom 21. bis 23. November bereits zum vierten Mal der mittelalterliche Weihnachtsmarkt statt. Die Besucher erwarten Schausteller, Gaukler, Geschichtenerzähler und Mittelaltermusik. Ab dem 14. November und bis zum 18. Januar 2026 wird das Schloss Laufen wiederum in eine Winter- und Weihnachtslandschaft verwandelt. 

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