Mit 147 km/h durch Basadingen-Schlattingen gerast – und das ohne Führerausweis
Ein 20-jähriger Deutscher drückte im Thurgau derart aufs Gas, dass er beinahe doppelt so schnell unterwegs war wie erlaubt. Und das, obwohl ihm der Führerausweis bereits entzogen worden war. Das Bezirksgericht Frauenfeld verurteilt den Mann zu einer bedingten Gefängnisstrafe und einer Busse.
147 km/h statt der erlaubten 80: Mit diesem weit überrissenen Tempo raste ein junger Deutscher im Herbst 2023 über die Thurgauer Landstrasse zwischen Basadingen-Schlattingen und Schlatt. Der heute 20-jährige Wirtschaftsstudent sass damals in einem Sportwagen mit 625 PS – zu viel Power, wie sich herausstellte. Noch am selben Tag wurde er im zürcherischen Volketswil mit 118 km/h ebenfalls auf einer Landstrasse erwischt.
Vor dem Bezirksgericht Frauenfeld musste er sich nun wegen eines Raserdelikts und einer Geschwindigkeitsübertretung verantworten, da er die Marke von 60km/h zu viel nur im Thurgau erreichte, berichtet die «Thurgauer Zeitung».
Schon in Deutschland verurteilt
Dabei hätte der Wirtschaftsstudent gar nicht fahren dürfen. Sein Führerausweis war ihm bereits in Deutschland entzogen worden – wegen eines Unfalls, den er mit massiv überhöhter Geschwindigkeit verursacht hatte. Dabei geriet er auf die Gegenfahrbahn und krachte in ein parkiertes Auto.
Das Bezirksgericht Frauenfeld verurteilte den Mann nun zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten sowie einer bedingten Geldstrafe von 1500 Franken. Zudem muss er knapp 4500 Franken Verfahrenskosten übernehmen. Sollte er innerhalb von drei Jahren erneut straffällig werden, muss er die Strafen im Gefängnis verbüssen.
Richterin Anja Scholz sprach deutliche Worte: «Das war wahrscheinlich der letzte Warnschuss.»