Dicke Post von der Post

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Schaffhauser N…

Zu «Post: Abbau auf dem Land und in den Stadtquartieren», SN vom 31. 3.

Bild: SN
Bild: Selwyn Hoffmann

Es ist «dicke Post», was derzeit den Postkunden von Hallau, Ramsen, Buchthalen und Breite buchstäblich in die Briefkästen flattert.

Die allgemeine Empörung ist sehr gross, und der Ausdruck vom regel­rechten «Einstampfen» macht die Runde. Als unverbesserlicher «handy­loser» Nostalgiker, der in den 40er-Jahren im Gega noch lernte, wie man a) Briefe schreibt, b) Einzahlungsscheine ausfüllt und c) Telefongespräche führt, bin ich mit Jahrgang 1932 unvertraut mit Ausdrücken wie E-Mail, Service ­public, Online und Win-win! Wahrscheinlich bin ich in der ganzen Schweiz damit nicht allein und rate hiermit den Postkonzerngewaltigen: Spart auf dem Rücken der betagten Menschen nur so weiter, und offeriert uns dafür einen wahren Service public, indem ihr eure Posten wegspart! Die gesamtschweizerisch um ihre Stelle bangenden etwa 1200 freundlichen Schalterbeamtinnen und -beamten werden dann freudig auf dieses Win-win-Ereignis anstossen! Sollten sich nicht die Parlamentarier in Bern einmal die Frage stellen: Muss eigentlich die Post und auch die Bahn rentieren, und haben die Menschen, die ein Leben lang Steuern bezahlen, diesen ­rigorosen Abbau verdient?

KURT GRÜNIG
Schaffhausen

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