VC Kanti vergibt Sieg und grosse Chance

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Schaffhauser N…

Bei der 2:3-Niederlage beim NLA-Tabellenletzten Luzern zeigt sich der VC Kanti nicht parat und vergab die vor­zeitige Play-off-Qualifikation.

Die Luzernerin Korina Perkovac, Tochter des Handballtrainers Goran Perkovac (l.), überwindet den Kanti-Block von Monika Meier (5) und Katerina Holaskova. Bild: R. Standke

von Reinhard Standke, Luzern

Am Vormittag beim Sponsorenlauf in der BBC-Arena – am Abend am NLA-Spiel in Luzern: Für die Spielerinnen des VC Kanti war es gestern ein langer Tag. Enden sollte er (leider) nicht mit dem erhofften Pflichtsieg beim Tabellenletzten, mit dem Kanti Köniz von Rang 7 verdrängt und punktemässig zum Gegner vom nächsten Sonntag (Cheseaux) aufgeschlossen hätte, sondern mit einer langwierigen 2:3-Niederlage. «Wir haben heute nicht mehr als einen Punkt verdient», kritisierte Trainer Oksanen das Spiel seines Teams, dem gemäss der Kanti-Statistik nicht weniger als 41 Fehler unterliefen. «Wir haben nicht gut gespielt, die Defensive war schlecht, im Angriff waren wir nicht fokussiert.»

Schon beim Auflaufen aufs Feld machte das Kanti-Team auf die Schaffhauser Fans und Beobachter einen übermütigen Eindruck. Danach sollte sich von beiden Seiten kein gutes Spiel entwickeln, wie Kanti zeigte auch Luzern viele Fehler. Allein beim Service ergab sich eine Bilanz von 12:16 zuungunsten der Munotstädterinnen. Diese lagen zwar im ersten Satz mit 14:11 vorn, kamen aber anschliessend mit dem Service von Korina Perkovc (Tochter des früheren Kadetten- und Nationaltrainers Goran Perkovac) überhaupt nicht zurecht (14:23). Im zweiten Abschnitt war bis zum 22:21 nichts entschieden, Kanti verbuchte mit dem vierten Satzball das 27:25.

Ein Auf und Ab beider Seiten gab es im dritten Satz. Servierten Keylla Fabrino und Natalia Cukseeva vom 7:7 bis zum 15:8, kassierten die Schaffhauserinnen vom 19:16 bis zum 19:24 eine weitere Serviceserie. Die Abnahme funktionierte weit weniger gut als am Freitag beim 3:1 gegen Franches-Montagnes. Im vierten Satz erkämpfte Elise Boillat, die vom 20:23 bis 25:23 servierte, das Tiebreak. Hier lag Kanti mit 4:11 zurück, Cukseeva führte ihr Team indes auf 10:11 heran. Bei 14:13 kam es zum Matchball für das Heimteam. Der letzte Angriff flog zwar ins Aus, entschieden wurde das Spiel jedoch durch eine Netzberührung von Boillat. KantiTrainer Teemu Oksanen erhielt nach lautstarker Reklamation bei Schiedsrichter Fonio die Rote Karte. Oksanen hatte zu Beginn des Tiebreaks bereits Gelb gesehen, nachdem der Tessiner Fonio einen Punkt, den er für Kanti gegeben hatte, zurücknahm und sich der Meinung des zweiten Schiedsrichters Loretan anschloss.

Am nächsten Sonntag empfängt der VC Kanti (Beginn bereits um 15 Uhr) den VBC Cheseaux, der heute Abend bei Volley Düdingen antritt.

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