Beringer Talente im Fussballfieber

Autor
Tobias Erlemann

Bereits zum 13. Mal veranstaltet der FC Beringen sein Fussballcamp. Organisatorin und Präsidentin Michèle Winterflood hört jedoch nach dieser Ausgabe auf.

Da ist was los auf dem Grafenstein. Das Fussballcamp des FC Beringen ist mal wieder ein ganzer Erfolg. 85 Kinder jagen mit voller Motivation fünf Tage lang dem Ball nach. FC-Beringen-Präsidentin und Camp-Organisatorin Michèle Winterflood strahlt dabei mit der Sonne um die Wette. «Für die Kinder ist das jedes Jahr ein Highlight. Die kommen mit so viel Spass ins Camp, das ist ansteckend.» Zum 13. Mal bietet der FCB die Möglichkeit, die Herbstferien aktiv zu gestalten. Der siebenjährige Lionel ist bereits zum dritten Mal dabei. «Ich freue mich schon das ganze Jahr über auf das Camp», sagt das Talent. Und was macht ihm am meisten Spass? «Die Spiele gegeneinander. Und die Wettbewerbe. Ach, einfach alles macht Spass.»

So können die Talente ihr Fussballfieber den ganzen Tag ausleben. Die Trainer der Fussballschule der «Pro Fussball Event AG» von Exprofi Bernd Voss und Ex-Nationalgoalie Stefan ­Huber fordern und fördern die Kids in zahlreichen Übungen und Parcours. Ob Torschuss, Koordination oder Technik. Alle Facetten des Kinderfussballs werden trainiert. Und wer in der Pause dann noch nicht genug hat, kann sich noch an der Torwand und Schussgeschwindigkeitsmessung versuchen.

Für den FCB bedeutet das Camp zwar einen grossen Aufwand, helfen doch rund 60 Ehrenamtliche mit. Aber der Nutzen sei noch grösser, weiss Winterflood. «Wir wollen ein aktives Vereinsleben und unseren Junioren etwas bieten.» Es kommen aber nicht alle Spieler aus den Reihen des FCB, auch Talente aus Neunkirch, Thayngen oder Marthalen sind dabei.

Für Winterflood bedeutet das Camp 2017 gleichzeitig einen Abschied. An der Generalversammlung 2018 wird sie nicht mehr als Präsidentin kandidieren und ihr Amt niederlegen, ebenso zieht sie sich aus der Camp-Organisation zurück. Mit ihr hören zudem gleich noch fünf weitere Vorstandsmitglieder auf. Doch nicht etwa wegen eines Zwists, betont Winterflood. «Wir hatten immer gesagt, dass wir es nur fünf Jahre machen. Jetzt werden es sogar sechs.» Die Suche nach einem Nachfolger ist in vollem Gange. Dabei ist der FCB auf dem aufsteigenden Ast, sowohl sportlich als auch administrativ. «Wir haben den Verein wieder in ein gutes Fahrwasser gebracht», betont die Noch-Präsidentin. «Jetzt braucht es einen starken Steuermann, der den Kurs hält.»

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