Murat Yakin beim FCS: Highlights eines Glücksfalls

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Autor
Daniel F. Koch

Unter Murat Yakin war der FC Schaffhausen so erfolgreich wie seit Langem nicht mehr. Wir blicken zurück auf die Highlights unter dem Erfolgstrainer.

Murat Yakin während seines letzten Trainings beim FC Schaffhausen. Bild: Daniel F. Koch

Mit Murat Yakin, zweifacher Meistertrainer mit dem FC Basel, kam eine schillernde Figur des Schweizer Fussballs am 21. Dezember 2016 nach Schaffhausen. Sofort häuften sich die Medienberichte über den Provinzclub, der auf dem letzten Platz der Challenge League stand. Mit Yakin, dem 49-fachen Schweizer Internationalen, kam viel Glamour zum FCS. Gerade zum richtigen Zeitpunkt, weil das neue Schaffhauser Fussballstadion, der Lipo-Park, kurz vor der Fertigstellung stand.

 

Machte sich sofort ans Werk beim FC Schaffhausen: Murat Yakin nach seiner Verpflichtung. Bild: Key

 

Sportlich erhielt Murat Yakin einige neue Spieler, vor allem Steve Lang vom FC St. Gallen erwies sich als Volltreffer. Auch Gjelbrim Taipi als Antreiber im Mittelfeld wusste zu überzeugen. Zudem konnten das Eigengewächs Shkelqim Demhasaj als Goalgetter und der von Axel Thoma als Perspektivspieler geholte Kameruner Christian Zock, grosse Akzente setzen.

Als das neue Stadion Ende Februar im Regioderby gegen den FC Winterthur offiziell eröffnet wurde wollten 7727 Zuschauer der Eröffnung beiwohnen. Sie durften sich über einen 2:1-Sieg für das Team von Murat Yakin freuen. Ein weiteres Highlight konnten die Schaffhauser Fussballfans am vorletzten Spieltag der Saison 2016/17 miterleben, als der Super League-Absteiger FC Zürich, der die sofortige Rückkehr in die höchste Schweizer Liga schaffte im Lipo Park antrat. 6768 Zuschauer füllten die Ränge, der FCS verlor aber 0:4.

Am Ende der Rückrunde war Murat Yakin mit seinem Team um einen Punkt besser als der Aufsteiger FCZ. Es war Yakin dank guter Verstärkungen gelungen, ein Team aufzubauen, das zum besten der Challenge League wurde.

An diesen Erfolg konnte der gewiefte Taktiker auch in der neuen Saison anschliessen. Wieder gelang es Yakin die Abgänge von mehreren Topspieler (meistens in die Super League) zu kompensieren. Wieder bewiesen er und die Zuständigen beim FCS wie Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana ein gutes Händchen für die Verpflichtung oder das Auslehnen von jungen, hungrigen, willigen und sehr talentierten Spieler.

Murat Yakin äusserte sich nach der Vertragsverlängerung zu seinen Saisonzielen:

 

 

Seinen Nachfolger beim FC Schaffhausen hat Murat Yakin selber vorgeschlagen. Es wird Boris Smiljanic sein. Der langjährige Profi der Grasshoppers und des FC Basel, der es auf drei Länderspiele für die Schweiz brachte, ist heute Trainer der GC U21.

 

Hakan Yakin mit FCS-Captain Andre Luis Neitzke. Bild: dfk
Hakan Yakin mit FCS-Captain Andre Luis Neitzke. Bild: dfk

 

Wie reagierte Aniello Fontana, Präsident des FC Schaffhausens, auf den Trainerwechsel? Hier der Beitrag von Radio Munot: 

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