CSS schloss vorübergehend mehrere Filialen

Publiziert am
Autor
Saskia Baumgartner

Die CSS Versicherung hat nach dem Anschlag vom Montagmorgen in Schaffhausen sofort reagiert. Sie hat die Schaffhauser Filiale an der Vorstadt, in welcher der 51-jährige Franz W. Angestellte mit einer Kettensäge angriff, vorübergehend geschlossen.

Nach der Motorsägen-Attack schliesst die CSS vorübergehend ihre Filiale in Schaffhausen. Bild: Key

Die CSS Versicherung hat nach dem Anschlag vom Montagmorgen in Schaffhausen sofort reagiert. Sie hat die Schaffhauser Filiale an der Vorstadt, in welcher der 51-jährige Franz W. Angestellte mit einer Kettensäge angriff, vorübergehend geschlossen. Ebenfalls temporär geschlossen worden waren gemäss Mediensprecherin Christina Wettstein Filialen in Kreuzlingen, Kloten, Bülach, Amriswil und Rorschach. «In den Filialen im erweiterten Einzugsgebiet wurde zudem das Sicherheitsdispositiv verstärkt», so Wettstein auf Anfrage. Worin die Sicherheitsmassnahmen genau bestehen, wollte Wettstein nicht näher erläutern. Der CSS sei es ein grosses Anliegen, dass sich die Mitarbeiter sicher fühlten. Die Massnahmen wurden ergriffen, als der Täter flüchtig war und sein Motiv unklar. Einige der vielen offenen Fragen zu seiner Tat will die Schaffhauser Polizei heute klären.

CSS hat Sicherheitskonzept

Einen Angriff wie am Montag, bei dem zwei Mitarbeiter mit einer Kettensäge verletzt worden seien, habe es bei der CSS noch nie gegeben. Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Mitarbeitern seien dagegen nicht unüblich. «Es kommt ab und zu vor, dass Mitarbeiter verbal und körperlich angegangen werden», sagt Wettstein. Die Versicherung habe daher ein Sicherheitskonzept. Unter anderem werden die Mitarbeiter speziell geschult, wie sie sich bei Konfrontationen und in schwierigen Situationen zu verhalten haben. Wettstein sagt, dass die Mitarbeiter sich an eine interne Stelle wenden können. Dort würden auch die Informationen über solche Vorfälle gesammelt. Ob bei dieser Stelle auch schon Informationen über Franz W. vorliegen, ob dieser zum Beispiel in einer Filiale bereits einmal ausfällig geworden ist, darüber wollte Wettstein keine Auskunft geben.

Dossier des Täters «umfangreich»

Klar ist: W. war Kunde der CSS. Welche Versicherungen er abgeschlossen hat, wird nicht veröffentlicht. Mediensprecherin Wettstein sagt jedoch, dass sein Dossier sehr umfangreich ist. Derzeit werden intern alle Informationen und die Berührungspunkte zum 51-Jährigen gesammelt und geprüft.

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren