Wo bekannte Schaffhauser Ferien machen

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Der Amazonasregenwald in Ecuador, die kleinen Dörfer im Tessin oder die Kanäle in der Lagunenstadt Venedig: Schaffhauser Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Sport haben den SN ihre Reisetipps für die Sommerferien verraten.

von Corina Mühle

Patrick Caprez - Ecuador

 

«‹Klein, aber oho!› – Wenn diese Aussage auf ein Land der Erde zutrifft, dann wohl auf Ecuador», sagt Patrick Caprez, Mediensprecher der Schaffhauser Polizei. Das südamerikanische Land sei für ihn der Inbegriff der Vielfalt. Zwischen hohen Andengipfeln und der Pazifikküste mit ihren vielen Surfern wimmle es nur so von Weltkulturerbe und Kolonialstädten, Inkapalästen, Thermalquellen und Vulkanen. «Die indigene Bevölkerung ist sehr gastfreundlich und herzlich, ihr Lachen ansteckend», so Caprez. Mit den Galapagosinseln und den Amazonas­regenwäldern sei Ecuador auch ein Paradies für Naturliebhaber. In guter Erinnerung behält Caprez seinen Sprung in die braune Urwaldlagune, wo die sehr seltenen Süsswasserdelfine zu Hause sind, und den anschliessenden Fussballmatch mit einhei- mischen Bootsfahrern auf einer Sandbank – einer von vielen magischen ­Momenten dieser Ferien. sagt Caprez.

 

Simon Stocker Tessin

 

Die Landschaft rund um Locarno gefällt AL-Stadtrat Simon Stocker besonders. Zuletzt war er dort wandern mit seinem guten Freund Markus Bühler – in Schaffhausen besser bekannt als «der Wurstmacher». «Die Gegend ist wunderbar, und in Locarno waren wir in einem kleinen, feinen Hotel namens Piccolo.» Sehr empfehlenswert sei ein Abendessen in der Osteria Borghese, abseits der vielen Touristenfallen im Zentrum, so Stocker. Im August reist der Stadtrat wieder nach Locarno zum Wandern und wegen des Filmfestivals, das in diesem Jahr zum 70. Mal stattfindet.

 

Martin Vogel - Verzascatal

 

Das Tessin sei immer wieder eine Reise wert, sagt Martin Vogel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank. Vor allem der Ort Sonogno – die hinterste Gemeinde im Verzascatal – hat es ihm angetan. «Schon das Tal mit den Lichtspielen und dem klaren Wasser ist eine Reise wert», sagt Vogel. Sonogno selbst ist malerisch mit seinen alten Häusern und Gassen. «Weit weg von den hektischen Städten kann man hier schnell abschalten, entspannen und neue Energie tanken», so Vogel. Was er im Tessin auch immer empfehle: ein Essen in einem der unzähligen typischen Grottos. Eines seiner Favoriten ist das urtümliche Grotto du Rii – gleich nach der Brücke ausgangs Intragna in Richtung Centovalli.

 

Melanie Spring - Kroatien

 

Kroatien hat es Melanie Spring, der Direktorin der Swiss Casinos Schaffhausen, angetan. Schon dreimal hat sie im Sommer die Küste bereist und war stets begeistert «von den schönen Stränden, der kroatischen Gastfreundschaft und den abwechslungsreichen Erlebnissen». Spring empfiehlt eine Autotour von Porec bis Makarska. Nicht verpassen solle man die Meeresorgel in Zadar, bei der durch Wellen- bewegungen des Meeres an Steinplatten Töne erzeugt werden. Auch lohne sich ein Abstecher in den National- park Plitwitcer Seen, der 16 türkis- farbene Seen umfasst.

 

Cornelia Stamm Hurter - Graubünden

 

Der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen ist laut SVP-Grossstadträtin Cornelia Stamm Hurter Brigels in Graubünden. «Sei es auf die Alp Quader, zur Biferten-Hütte oder gar über den Kistenpass ins Glarnerland.» Zudem sei der Ort selbst sehr schön, ein schmuckes Bergdorf, das über einen Golfplatz mit einzigartiger Aussicht verfüge. Zusammen mit der Familie freue sie sich immer auf erholsame Tage in wunderbarer Fauna und Flora, fernab vom hektischen Alltag, sagt Stamm Hurter. «Ein richtiger Geheimtipp ist das Restaurant Casa Fausta Capaul, wo Linus Arpagaus wahre Kunstwerke auf den Tisch zaubert.» Unbedingt sollte man auch einen Salziz oder Brigelser Trockenfleisch aus der Metzgerei Schmed für die Daheimgebliebenen mitbringen.

 

Daniel Preisig - Venedig

 

SVP-Stadtrat Daniel Preisig schwärmt für Venedig – den Canal Grande, die Altstadthäuser mit Charme, die singenden Gondolieri, kühle Drinks und gemütliche Restaurants. «Venedig ist immer eine Reise wert!», sagt er. Praktisch und zugleich eine Sehenswürdigkeit seien die Vaporettos, Wasserbusse des öffentlichen Verkehrsunternehmens ACTV. «Die Vaporettos wären sicher auch auf dem Rhein eine gute Sache und neben den Elektrobussen eine weitere Entwicklungsmöglichkeit für ‹meine› VBSH», so Preisig.

 

Annedore Neufeld - La Gomera

 

Die Kanareninsel La Gomera ist der Geheimtipp von Annedore Neufeld. Noch sei die 370 Quadratkilometer kleine Insel verschont vom Massentourismus. Der Dirigentin des Kammerorchesters des MCS gefallen die ursprünglichen Dörfer mit ihren engen Gässchen. La Gomera biete eine «paradiesische Natur mit wildromantischen Landschaften». Auf der ganzen Insel gebe es herrliche Wander- möglichkeiten. Unterwegs habe man stets wunderschöne Ausblicke in die Berge, in Schluchten, zum Meer, auf Strände und Buchten.

 

Marco Walter - Kuba

 

Marco Walter hat seine letzten Ferien auf Kuba verbracht. Der wunderschöne Strand auf der kleinen Insel Cayo Levisa hat den Kunstturner sehr beeindruckt. «Unbedingt sollte jeweils in einem Casa Particular übernachtet werden.» In den Privatunterkünften komme man in direkten Kontakt zu der kubanischen Bevölkerung und erhalte einen Einblick in deren Alltag. «Die Natur, die Menschen und deren Lebensweise sind bemerkenswert», fasst Walter seine Ferien in Kuba zusammen.

 

Christian Amsler - Grindelwald

 

«In den heissen Sommermonaten ist es einfach herrlich in den Schweizer Alpen!», findet Regierungsrat Christian Amsler (FDP). Seine Familie besitzt ein Haus in Wilderswil im Berner Oberland, das auch bei Freunden sehr beliebt ist. Ferien dort empfindet Amsler als Erholung pur. «Im Hochsommer an einem überfüllten Strand im Süden Siesta zu halten, ist nicht so mein Ding», sagt er. Da ziehe er Aktivferien in der prächtigen Bergwelt des Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau deutlich vor. Wilderswil sei der ideale Ausgangspunkt für ein Bad im Thuner- und Brienzersee, für Wanderungen und Hochtouren, für Sport auf Bike- und Nordic-Walking-Trails und für gastronomische Höhenflüge. Christian Amsler hat gleich mehrere Geheimtipps zu der Region. Zum einen ein Besuch in der Naturbadi Burgseeli in Ringgenberg. Zum andern empfiehlt er auch eine Wanderung im Naturschutzgebiet Suldtal in Aeschi. Weiter sollte jeder einmal den Wanderklassiker Schynige Platte – Faulhorn – First Grindelwald absolviert haben, findet der Regierungsrat.

 

Katrin Bernath - Tessin

 

«Wir sind in den Ferien gerne in den Bergen unterwegs, wo wir die Natur und Ruhe beim Wandern geniessen», sagt Stadträtin Katrin Bernath (GLP). Im letzten Herbst etwa habe sie eine mehrtägige Wanderung vom Centovalli nach Bosco Gurin unternommen. «Besonders eindrücklich war es auf dem Pizzo Bombögn mit seiner 300 Meter langen Trockensteinmauer zum Gipfel und dem fantastischen Rundblick», so Bernath.

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