Chemie-Nobelpreis geht an Schweizer

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Schaffhauser N…

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht an den Schweizer Jacques Dubochet, Joachim Frank (USA) und Richard Henderson (UK). Sie werden für die Entwicklung von Kryoelektronenmikroskopie geehrt, wie die schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mitteilte.

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht unter anderem an Jacques Dubochet aus der Schweiz. Bild: zvg

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht unter anderem an Jacques Dubochet aus der Schweiz. Als Teil eines Forschertrio wird er für die Entwicklung von Kryoelektronenmikroskopie ausgezeichnet, wie die schwedische Akademie der Wissenschaften heute  in Stockholm mitteilte. Der mit neun Millionen Schwedischen Kronen dotierte Preis geht zu einem Drittel an den in Aigle geborenen Professor der Universität Lausanne. 

Die Entwicklung der drei Forschenden ermöglicht Einblicke in die Details von Molekülen. Jacques Dubochet  verbesserte diese Mikroskopietechnik Anfang der 1980er Jahre wesentlich, indem er die in Wasser gelösten Moleküle für die Messung rasant einfror. Dadurch behalten die Moleküle ihre natürliche Form, und ihre Struktur kann untersucht werden.

Der gebürtige Deutsche Joachim Frank arbeitet an der Columbia University in New York und legte wichtige Grundsteine für diese Technik zwischen 1975 und 1986. 1990 gelang es Richard Henderson vom MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, die 3D-Struktur eines Proteins in atomarer Auflösung zu erzeugen. In jüngster Zeit wurde beispielsweise die Struktur des Zika-Virus mit dieser Technik entschlüsselt.

Im vergangenen Jahr erhielten der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der gebürtige Brite James Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard Feringa den Chemie-Nobelpreis. Sie entwickelten «molekulare Maschinen»: eine Art Lift, künstliche Muskeln und ein Nano-Auto. Alles aus nur wenigen Molekülen.

Am Montag hatte die Nobel-Jury die US-Forscher Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt. Sie erhielten die Auszeichnung für Arbeiten zur Funktion und Kontrolle der Inneren Uhr. Am Dienstag erhielten Rainer Weiss, Kip Thorne und Barry Barish den Physik-Nobelpreis für ihre Beiträge zum Nachweis von Gravitationswellen.

 

 

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