Bessere Arbeitsbedingungen im Kinder- und Jugendheim gefordert: Schaffhauser Stadtrat bleibt stur

Lucas Blumer | 
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Besuch im Kinder- und Jugendheim der Stadt Schaffhausen. Hier braucht es dringend mehr Platz, der Grosse Stadtrat hat sich damit beschᅢᄂftigt. Alexander Klett (in grau) und Markus Eichenberger im Intervie, fotografiert am Mittwoch, 26. Februar 2
Angestellte im Schaffhauser Kinder- und Jugendheim fordern bessere Arbeitsbedingungen. Bild: Roberta Fele

Der Schaffhauser Stadtrat tritt nicht auf zwei Petitionen ein, welche die Anerkennung des Nachtdienstes im städtischen Kinder- und Jugendheim als Arbeitszeit fordern. Stattdessen beharrt er auf seiner bisherigen Lösung einer «All-in Pauschale».

Wenn Mitarbeitende des städtischen Kinder- und Jugendheims die ganze Nacht im Heim verbringen, dann soll diese Zeit auch als Arbeitszeit gelten, fordert der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) Schaffhausen in einer Petition, die im vergangenen März eingereicht wurde.

Nun hat der Schaffhauser Stadtrat zu dieser Petition Stellung genommen und mitgeteilt, dass er nicht auf die Forderung des VPOD eingehen wird. Stattdessen erachte er die rückwirkend per 1. März 2025 eingeführte Lösung einer «all-in»-Pauschale von 150 Franken pro Nachtdienst nach wie vor für angemessen. Auswertungen über mehrere Monate hätten gezeigt, dass die durchschnittliche effektive Einsatzzeit während eines Bereitschaftsdienstes bei rund 0,6 Stunden pro Nacht liege, so der Stadtrat. «Aus Sicht des Stadtrats rechtfertigt dies keinen vollwertigen Nachtdienst.»

Mögliche Anpassung in Aussicht gestellt

Diese Regelung ist so aber nicht in Stein gemeisselt. Im Zusammenhang mit dem geplanten Umzug und der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendheims könnten sich die Anforderungen an den nächtlichen Bereitschaftsdienst künftig verändern, was eine Anpassung der Entschädigung rechtfertigen könnte. So bietet das heutige Kinder- und Jugendheim Platz für maximal sieben Kinder und Jugendliche, am neuen Standort ist eine Erweiterung auf maximal 14 Plätze vorgesehen.

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