Sechs Topdesopfer bestätigt - Opferzahl wird weiter ansteigen

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Schaffhauser N…

Im Zentrum Londons ist am frühen Mittwochmorgen ein Feuer in einem Hochhaus ausgebrochen. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit 200 Mann. Bisher sind 6 Todesopfer bestätigt. Rund 75 Personen sind in ärztlicher Behandlung. 20 davon sind lebensgefährlich verletzt. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl nochmals drastisch ansteigt.

*** Update 14:00 Uhr ***

Bisher spricht die Polizei von sechs Todesfällen. Man befürchtet aber, dass die Opferzahl noch stark ansteigt. Die Anzahl an Verletzten stieg auf 74. Darunter sind 20 lebensgefährlich Verletzte. 

*** UPDATE 11.30 Uhr ***

Die Feuerwehr ist unterdessen bis ins 21. Stockwerk vorgedrungen und sucht weiter nach Eingeschlossenen. Vor dem Gebäude warten 100 Ärzte auf mögliche Verletzte. Ein Ingenieur überwacht das Hochhaus. Zurzeit bestehe keine Einsturzgefahr. 

*** UPDATE 9.14 Uhr  ****

Die Feuerwehr spricht nun von ersten Toten, die im Gebäude gefunden wurden. Über 50 Personen wurden in verschiedene Spitäler gebracht. Ausserdem berichten verschiedene Medien darüber, dass Bewohner schon früher über mangelnden Feuerschutz im Gebäude  gesprochen haben. 

 

Augenzeugen berichteten auf Twitter von dem Grossbrand im Grenfell Hochhaus. Offenbar befänden sich noch Menschen in dem Gebäude. Es seien Schreie zu hören. Auf Videos war zu sehen, dass die Flammen auf den gesamten Wohnkomplex übergegriffen hatten.

Die Londoner Feuerwehr teilte mit, das Feuer reiche von der zweiten Etage bis ganz nach oben zum Dach des 27-stöckigen Gebäudes. Die Mannschaften seien weiterhin mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Feuerwehr ist mit 200 Personen und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz.

Dan Daly von der Feuerwehr sagte, die Feuerwehrleute würden Atemmasken tragen, die Arbeit sei extrem hart und die Bedingungen sehr schwierig. «Das ist ein grosser und sehr schwerwiegender Vorfall.»

«Wir müssen die Leute in Sicherheit bringen und sie so schnell wie möglich medizinisch versorgen», sagte der Leiter der Rettungskräfte, Stuart Crighton, am frühen Mittwochmorgen.

Naheliegender Highway gesperrt

Die Polizei wurde eigenen Angaben zufolge kurz nach 01.00 Uhr Ortszeit alarmiert. Die Evakuierungsarbeiten seien voll im Gang. Zwei Menschen würden vor Ort wegen Rauchvergiftung behandelt. Die Zahl der Verletzten könne aber noch steigen. Wegen des Brandes wurde am frühen Morgen die A4 in beide Richtungen gesperrt - die Strasse verbindet das Stadtzentrum von London mit dem Flughafen Heathrow.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem bedeutendem Vorfall. Die britischen Behörden bezeichnen ein Ereignis so, wenn die Lage die Umsetzung besonderer Vorkehrungen durch einen oder mehrere Rettungsdienste erfordert.

Von Asche bedeckt

Fernsehmoderator George Clark, der in der Nähe wohnt, sagte dem Sender BBC Radio 5, er könne Menschen ganz oben auf dem Hochhaus sehen. Er habe zunächst gedacht, eine Alarmanlage in einem Auto sei angegangen. Dann habe er aber die Glut durch die Fenster gesehen. «Ich wurde mit Asche bedeckt, so schlimm ist es. Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt.»

Der Schauspieler und Autor Tim Downie, der in der Nähe wohnt, sagte: «Es ist schrecklich. Das gesamte Gebäude steht in Flammen. Es ist weg. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Gebäude einstürzt.»

Nach Angaben des Stadtbezirks Royal Borough of Kensington and Chelsea sind in dem Hochhaus 120 Wohnungen. Es wurde 1974 errichtet und umfassend modernisiert.

Videobeitrag zum Brand:

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