Perfekt vorbereitet auf den Motocross-Event

Publiziert am
Autor
Tobias Erlemann

Am Wochenende steigt in Beggingen das grosse Motocross-Spektakel. Eine neu konzipierte Strecke verlangt von den Fahrern volle ­Konzentration.

Auf den ersten Runden geht es noch verhalten zur Sache. Doch je länger die erste Trainingssession auf der neuen Motocross-Strecke in Beggingen dauert, desto selbstbewusster rasen und springen die Fahrer über die Bahn. «Wir haben hier eine technisch anspruchsvolle Strecke gebaut. Fahrer und Zuschauer können sich auf spannende Rennen freuen», sagt Robin Dossenbach vom Organisationskomitee.

Aufgebaut wurde der Rennparcours dabei aus dem Nichts. Denn jedes Jahr aufs Neue müssen die Veranstalter Tonnen von Humus herrankarren, dieses Mal wurden 60 Lastwagenladungen benötigt. Zuvor gehen die ­Gedankenspiele los über die genaue Streckenführung. Die letztjährige Piste ist zwar nur rund 150 Meter Luftlinie entfernt. Aber da in diesem Jahr der Bauer den entsprechenden Acker bewirtschaftet, müssen die Motocross-Freunde eben ein anderes Feld benutzen. «Wir sind aber dankbar, dass das Dorf uns in unserer Arbeit unterstützt. Wir haben einen echt starken Rückhalt, sonst könnten wir solch einen Event gar nicht stemmen», offenbart Dossenbach.

Zahlreiche Helfer packen mit an

Bereits zum 34. Mal veranstaltet der MSC Randen sein Wettkampf­wochenende. An zwei Tagen kommt es zu zahlreichen heissen Rennen, rund 400 Fahrer aus zehn verschiedenen Nationen sind in unterschiedlichen Kategorien am Start. Auch Michelle Rüedi wird am Heimrennen starten. Nervös sei sie nicht, erklärt die 19-Jährige. «Aber es ist etwas Besonderes, vor den eigenen Fans zu fahren. Letztes Jahr bin ich leider gestürzt, das passiert mir diesmal hoffentlich nicht.» Denn ihr Ziel ist klar: «Ich will mein Rennen gewinnen», sagt Michelle Rüedi mit einem selbstbewussten Lächeln. Um dieses Ziel zu erreichen, darf die Junglenkerin mit einigen Kollegen die Strecke schon mal zum Training nutzen. Bedingung hierfür war, bei den Vorbereitungen mit anzupacken. Doch das war kein Zwang für die vielen Helfer, da es im Club es ein ausgeprägtes Teamwork gibt. Rund 150 Personen helfen mit, um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen. Noch während der Testfahrten sind die Bagger aktiv und richten die Wege für die Zuschauer her. Immer wieder werden Richtpfosten gesteckt, um die Strecke für die Fahrer noch deutlicher zu markieren. Und zwischendurch wird auch mal ein Blick riskiert, ob der angedachte Parcours den hohen Anforderungen der Teilnehmer auch wirklich standhält.

Selbstbewusste Brüder

Es sind eben die Details, die aus einem «normalen» Wettkampf einen Event machen. So konnten die Organisatoren im vergangenen Jahr über 3000 Zuschauer begrüssen, eine neue Spitzenmarke. Die Hoffnung ist gross, dass dieser Andrang auch bei der diesjährigen Ausgabe erreicht wird, gibt es doch neben dem Rennen auch kulinarische und musikalische Highlights. Im Mittelpunkt steht aber immer der Sport. Ob alte Hasen oder Jungspunde, alle sind mit Feuereifer am Start – auch die Rafzer Brüder Joel (14) und Cyrill (12) Elsener. Nach einer ersten Streckenbegutachtung geben sie sich ganz lässig. «Eine schöne Strecke», sagt Cyrill. «Die passt uns ganz gut.» Haben die Youngster keine Angst vor einigen waghalsigen Sprüngen? «Angst darf man auf dem Motorrad nicht haben, nur Respekt», zeigt sich Joel als erfahrener Motocrosser. Den Beweis treten die Elsener-Brüder dann in den Proberunden an. Sie sind schnell in den Kurven, rasant auf den Geraden. Und die Sprünge meistern sie ohne Probleme. Kurz gesagt: Nicht nur die Strecke ist bereit für das Rennwochenende. Auch die regionalen Fahrer sind fit für den Heimevent.

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