Ein Kämpfer, der niemals aufgibt

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Autor
Daniel F. Koch

Am Beispiel von Mittelfeldspieler Imran Bunjaku könnten sich alle FCS-Spieler orientieren. Die Nummer 8 im Team von Boris Smiljanic gibt nie auf. Auch wenn ihn oft Verletzungen gestoppt ­haben.

Mittendrin statt nur dabei: Mittelfeldspieler Imran Bunjaku (links) ist ein unermüdlicher Kämpfer beim FC Schaffhausen. Einer, auf den sich Trainer Boris Smiljanic immer verlassen kann. Bild: Roger Albrecht

Dort, wo ihn sein Ehrgeiz hintreibt, war der 24-jährige Imran Bunjaku schon. Bei seinem Heimclub Grasshoppers Zürich absolvierte er in der Saison 2013/14 fünf Partien in der Super League. Den Durchbruch hat der kampfstarke defensive Mittelfeldspieler aber noch nicht geschafft. Seit drei Saisons spielt der ehemalige U-21-Nationalspieler Albaniens (13 Aufgebote) beim FC Schaffhausen. Auffallend ist, dass seine Statistik eher bescheiden ausfällt. 15, 10, 19 Einsätze in der Challenge League beim FCS stehen zu Buche. Wenig für einen wie ihn. Grund sind Verletzungsausfälle der gröberen Art, die Bunjaku immer wieder in seiner Entwicklung zurückgeworfen haben. Jetzt, toi, toi, toi!, scheint er besser denn je zu sein. In den bisherigen zehn Spielen stand der 1,80 Meter grosse Spieler von der ersten Minute bis zum Abpfiff auf dem Platz. «Ich fühle mich topfit», sagt er, der auch die Schattenseiten des Geschäfts kennengelernt hat. «Am Anfang war es schon schwierig für mich», gesteht Imran Bunjaku. Doch jetzt hofft er, dass seine Entwicklung verletzungsfrei weitergeht.

Unter Trainer Murat Yakin machte der FCS-Achter grosse Fortschritte und konnte sich gut in Szene setzen. «Jetzt ist Boris Smiljanic unser Trainer, und da müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen.» Das heisst den Spitzenplatz in der Challenge League verteidigen und als Team die Ideen von Trainer Smiljanic so umsetzen, dass die Mannschaft weiter wächst. Das Vertrauen in den Trainer ist bei Bunjaku da. Als er in der U 21 bei den Grasshoppers anfing, war Smiljanic noch Spieler des Clubs, später hat er ihn als Trainer kennen- und schätzen gelernt, und nun will er mithelfen, dass die Schaffhauser Erfolgsgeschichte weitergeht. Und das nicht einmal uneigennützig. «Als Sportler will man etwas erreichen. Ich möchte in die Super League. Mit Schaffhausen wäre es super. Aber auch mit einem anderen Club wäre das okay», sagt Bunjaku, der den nächsten Karriereschritt schon im Visier hat.

Doch grossen Träumereien gibt er sich nicht hin. Imran Bunjaku lebt im Hier und Jetzt. Und da geht es heute (Anpfiff ist um 19.00 Uhr im Lipo-Park) gegen den FC Wohlen. «Wir wollen und müssen eine Reaktion auf das 0:5 gegen Rapperswil-Jona zeigen», sagt er. Jeder im Team weiss, dass dieser Auftritt ungenügend war. «Für uns gibt es nur eines: Dieser Match muss unbedingt gewonnen werden, damit wir unserer Position vorne verteidigen können.» Dafür wird Bunjaku wie immer alles geben.

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