EHCS trennt sich von Trainer Dalla Vecchia

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Schaffhauser N…

Der EHC Schaffhausen verlängert den Vertrag mit Trainer Gianni Dalla Vecchia nicht.

Symbolbild

von Pascal Oesch

Übernächste Woche beginnt in der 2. Liga das Play-off. Bis es so weit ist, werden am 4. und am 11. Februar noch die beiden letzten Qualifikationsrunden abgehalten. Und schon vorher unternimmt der EHC Schaffhausen eine Weichenstellung für die Zukunft. Der Vorstand des derzeitigen Tabellendritten entschied, den auslaufenden Vertrag mit Headcoach Gianni Dalla Vecchia nicht mehr zu verlängern. «Einerseits ging es um die Finanzen, andererseits um den sportlichen Erfolg», erklärt Präsident André Leder. Zum zweiten Punkt sagt er: «Wir hätten längerfristig mehr erreichen können und müssen.» Dem Entschluss lag ein längerer Prozess zugrunde – verbunden mit Analyse und Standortbestimmung.

Dalla Vecchia ist enttäuscht

Unangenehm überrascht zeigt sich Gianni Dalla Vecchia. Er sei vor allem enttäuscht, weil er und Co-Trainer Christian Thiemeyer mit jungen Spielern etwas aufgebaut hätten. «Die Resultate sprechen für uns», ist er überzeugt und ergänzt: «Beweisen muss ich niemanden mehr etwas.» Der 53-Jährige befindet sich in seiner dritten Saison beim EHCS, nachdem er dort schon früher an der Bande gestanden hatte. Das Schaffhauser Team erreichte in dieser Zeit stets das Play-off, kam aber nur einmal über die erste Runde hinaus: nämlich im Jahr 2015, als es Lenzerheide bezwang und im Viertelfinal an St. Moritz scheiterte. Dalla Vecchia bewegt sich schon lange genug im Eishockeykosmos, um den Entscheid sportlich aufzunehmen. «Schlussendlich hat der Vorstand etwas beschlossen. Das muss man akzeptieren», betont er.

Neben Gianni Dalla Vecchia geht es in dieser Geschichte indes auch um die Personalie des Co-Trainers Christian Thiemeyer. «Wir hätten ihn gerne weiterbeschäftigt, doch er wollte nicht», sagt Präsident André Leder dazu. Sportchef Iwan Waber und er sind jetzt daran, einen Nachfolger zu suchen. Überstürzen wollten sie nichts, erläutert Leder. Vorerst soll die sportliche Komponente wieder im Fokus stehen. In den verbleibenden Partien gegen Illnau-Effretikon und Küsnacht muss sich die Mannschaft den Feinschliff für die K.-o.-Phase holen. Läuft es optimal, kann sich der 2.-Ligist unter Umständen auf den angepeilten zweiten Rang hieven. Dafür ist er allerdings auf Schützenhilfe von Konkurrenten angewiesen.

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