Die 17. Märlistadt ist eingeläutet

Publiziert am
Autor
Ernst Hunkeler

«Dornröschen» ist das Motto der diesjährigen Märlistadt in Stein am Rhein, die gestern Abend lautstark mit Treichlern und Reden auf dem Rathausplatz eröffnet worden ist.

Schon am Eröffnungsabend drängten sich die Märlistadt-Besucher aus nah und fern auf dem Rathausplatz. Bild: Ernst Hunkeler

100 Jahre, wie im 1812 erstmals publizierten Märchen «Schneewittchen», hat es in Stein nicht gedauert, bis auf dem Rathausplatz und von da ausgehend im ganzen Städtchen wieder märchenhaftes Leben eingekehrt ist. Wer aber auf die 17. Märlistadt hingefiebert hatte, der hatte sich immerhin fast ein Jahr gedulden müssen. Relativ spät, weil stets erst nach dem Stadtlauf-Termin, ist gestern Abend der diesjährige, knapp vier Wochen dauernde Event mit Elan angeschoben worden. Beteiligt an der Eröffnung der «Dornröschen»-Märlistadt waren Stadtpräsident Sönke Bandixen, der damit erstmals diese wohl märchenhafteste aller Pflichten im Steiner Präsidialjahr wahrnahm, OK-Präsident Antonino Alibrando und, natürlich wie seit Jahren üblich, die Treichlergruppe Kälin aus Lanzenneunforn.

Musik von Croque Monsieur

Aber bevor deren bombastische Klänge das Märlihuus, den Christbaum, den Samichlaus, das Karussell und die zahlreichen Imbissstände erzittern liessen, hatten sich die geladenen Gäste noch bei Infos, Smalltalk und Apéro im Windler-Saal aufgewärmt; dann ging es auch für sie hinaus in die Kälte. Und wenig später kamen sie auch schon schweren Schrittes und mit Gedröhn von der Understadt her angetrottet, die seit Jahren bewährten «Einscheller» der Märlistadt.

Es folgten die Willkommensworte des Stadtpräsidenten sowie des OK-Chefs und schliesslich ab 18 Uhr das Damentrio Croque Monsieur, das den Rathausplatz gemäss eigener Aussage mit Musik aus allen Ecken Europas beschallte. Und der Bandname der vielseitig instrumentalisierten Damen Vera Winter, Zéa Schaad und Rosanna Zünd aus Winterthur, Croque Monsieur, ist eine französische Variante des Sandwiches und verdankt seinen Namen dem leisen Krachen, das entsteht, wenn der knusprige ­Käse- Schinken-Imbiss zwischen die Zähne gerät. Ein appetitliches Geräusch, das wohl noch so mancher Märlistadt-Bummler verursacht hat, wenn er sich vor dem Heimweg an einer der Buden verköstigte.

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren