Eltern unterlaufen den Räbeliechtliboykott

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Zeno Geisseler

Aus politischen Gründen wollen die Lehrkräfte den Räbeliechtliumzug dieses Jahr ausfallen lassen. Doch nun übernehmen die Eltern den Anlass.

Seit Wochen freuen sich Hunderte von Kindern auf den Räbeliechtliumzug, am Montag haben die Kindergartenlehrerinnen in der Stadt Schaffhausen den Anlass aber abgesagt. Dies, um ein Zeichen zu setzen. Weil ihnen eine seit Jahren versprochene Entlastungsstunde immer noch nicht gewährt worden ist, sind sie nicht bereit, neben dem Unterricht noch freiwillige Anlässe wie einen Umzug zu organisieren. In den Medien der ganzen Schweiz ist der Schaffhauser Räbeliechtliboykott aufgenommen worden.

«Jammernde Lehrer»

Auf sozialen Medien haben Hunderte von Menschen ihrem Ärger über die Aktion Luft gemacht. Ein Hauptvorwurf: Verglichen mit vielen Angestellten der Privatwirtschaft hätten Lehrerinnen und Lehrer auch auf Stufe Kindergarten kaum Grund zu jammern. Auch bei direkt betroffenen Familien hat der Entscheid der Lehrkräfte für Unmut gesorgt. Sie verstehen zwar, dass die Lehrkräfte unzufrieden sind. Aber wieso müssen das nun ausgerechnet die Kinder zu spüren bekommen? Sich einfach nur beklagen wollen die Eltern aber nicht: In mehreren Schaffhauser Quartieren sind Eltern und Quartiervereine daran, den Räbeliechtliumzug in Eigenregie zu organisieren.

Stimmen zum Räbeliechtli-Boykott

Die Kollegen vom Schaffhauser Fernsehen haben Lehrerverbandspräsidentin Cordula Schneckenburger und Christian Amsler, kantonale Erziehungsdirektor, zum Gespräch getroffen: 

Den ausführlichen Bericht gibt es morgen in den SN und hier auf shn.ch!

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