Mit dem Laubbläser für ein gepflegtes Schaffhausen

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Schaffhauser N…

Seit 1984 arbeitet unser Kopf der Woche Peter Sorg bereits als Gärtner für die Stadt. Jetzt ist sein letzter Herbst bei Grün Schaffhausen ­angebrochen.

Peter Sorg ist beruflich und privat gerne in der Natur unterwegs. Bild: Laura Marinovic

von Laura Marinovic

Peter Sorg sitzt im Pausenraum des Teams Steig von Grün Schaffhausen an der Friedbergstrasse. Er trägt neongelbe Arbeitskleidung mit reflektierenden Applikationen. Er und seine Kollegen seien immer dem Wetter entsprechend gekleidet, erklärt Sorg. Mit Regenjacke und gefütterter Kleidung liesse sich selbst der ungemütlichste Herbst problemlos aushalten.

Seit mehr als dreissig Jahren arbeitet Sorg als Gärtner für die Stadt Schaffhausen, nachdem er zuvor Floristik gelernt hatte. Da er neben der Pflege der öffentlichen Grünflächen auch für die Gestaltung der Pflanzenkübel zuständig ist und den übrigen Blumenschmuck der Stadt betreut, kommt ihm diese Ausbildung noch heute zugute.

Arbeitsintensiver Herbst

Spass an der Arbeit bereitet ihm vor allem der Aufenthalt im Freien, wo er sich das ganze Jahr über wohlfühlt. «Mir gefällt vor allem der Wechsel zwischen den Jahreszeiten», sagt Peter Sorg. «Sie alle haben auf ihre Art einen Reiz.»

Dass der Herbst neben seinen bunten Farben auch jede Menge Arbeit bereithält, damit hat er kein Problem. Während Wege mehrmals in der Woche mit Laubbläsern freigeräumt werden, damit die Blätter nicht festgetreten werden, bleiben Rasenflächen zunächst noch von Laub bedeckt. «Wir warten, bis das gesamte Laub gefallen ist, bevor wir uns intensiv mit der Reinigung beschäftigen. Sonst wird man nie fertig.» Auch später werden wegen der Grösse der Grünflächen nur Rasen freigeräumt, die noch gemäht werden müssen. Naturhecken und Wiesen bleiben dagegen weiterhin unberührt. Das von Grün Schaffhausen gesammelte Laub wird in Biogas umgewandelt.

Aktiver Naturliebhaber

Auch privat ist Peter Sorg gerne im Freien. In seinem Garten pflanzt er Gemüse an, in seiner Freizeit ist er unter anderem mit dem Velo oder einem Pony unterwegs, das seine Frau und er vor einen Wagen spannen.

Ende des Jahres geht Sorg in Pension. Er freut sich darauf, endlich mehr Zeit für seine zahlreichen Hobbys zu haben. «Da ich in sehr vielen Bereichen aktiv bin, ist es unter der Woche abends immer sehr voll geworden», sagt er.

Zuvor steht ihm jedoch noch sein letzter Urlaub bevor: Mit dem Zug geht es bis nach Japan. Seit sieben Jahren lernt Sorg ­bereits die japanische Sprache, kann sie sprechen, schreiben und lesen. Nun möchte er das «Land der aufgehenden Sonne» selbst sehen.

 

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