Eine topmoderne Eisreinigungsmaschine für die KSS

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Autor
Daniel Jung

Aus dem Südtirol stammt die neue Eisreinigungsmaschine des KSS-Eisparks. Das elektrisch betriebene Gerät kostet rund 200 000 Franken.

«Red Tiger»: Die neue Maschine mit Stadtrat Raphaël Rohner in der Führerkabine und Benjamin Ulrich, Bereichsleiter Eisbahn des KSS Freizeitparks. Bild: Michael Kessler

Gestern hat der Schaffhauser Freizeitpark KSS eine neue Eisreinigungsmaschine erhalten. Das Fahrzeug mit dem Namen «Engo 230 Red Tiger» war zuvor in einem grossen Sattelschlepper aus dem Südtirol nach Schaffhausen transportiert worden. Die KSS bleibt somit der italienischen Firma Engo treu – bereits das Vorgängermodell war von der Südtiroler Firma gebaut worden. Auch künftig bleibt die Firma Kaner-Tec aus Bauma für den Service der Maschine zuständig. «Sie stellt uns einen 24-Stunden-Notfalldienst», sagte KSS-Direktor Ueli Jäger. Das sei wichtig, wenn die Maschine kurzfristig ausfalle – etwa vor einem Eishockeyspiel.

Die bisherige Eisreinigungsmaschine wurde ersetzt, weil sie nach 14 Jahren an Zuverlässigkeit eingebüsst hatte. Weil die KSS nur über eine Eisreinigungsmaschine verfügt, ist der Freizeitpark auf eine hohe Zuverlässigkeit angewiesen. Die alte Maschine wurde gestern gleich auf den Sattelschlepper aufgeladen, um auf dem Occasionsmarkt verkauft zu werden.

 

 

Die neue Maschine kostet rund 200 000 Franken. Sie verfügt im Gegensatz zur Vorgängerin über eine Fahrerkabine. Somit sind die Mitarbeiter der KSS vor Wind und Wetter geschützt, etwa wenn sie bei starkem Regen das Wasser von der Aussen-Eisfläche entfernen müssen. Allgemein ist der «Red Tiger» auf dem neuesten Stand der Technik. Dazu zählt eine sauberere Reinigung des Eises und ein Motor, der im Vergleich zum Vorgänger weniger Wartung benötigt. Auch verfügt die Maschine über eine Räder-Waschanlage, eine Front-Kamera sowie eine Stabilisierung im 1200-Liter-Wassertank. Das Fahrzeug ist für Ferndiagnosen über das Internet ausgelegt und bietet verschiedene Automatikfunktionen. «Trotzdem ist das Wissen der Eismeister weiterhin wichtig, um die Eisqualität zu erhalten», sagte Ernst Kaufmann von der Firma Kaner-Tec. Mit einer Batterieladung kann das Fahrzeug zwischen 25 und 30 Eisfelder präparieren, was für einen Tagesdienst im KSS-Eispark gut ausreicht.

«Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die KSS über eine gute Infrastruktur verfügt», sagte Stadtrat Raphaël Rohner gestern. Dazu gehöre neben den Gebäuden auch die Technik. Eine topmoderne Eismaschine diene sowohl den Eissportvereinen wie auch dem Breitensport, betonte Rohner.

Neue Öffnungszeiten

Während die Eishockey- und Eiskunstlauf-Vereine bereits seit anfangs September in der IWC-Arena trainieren, beginnt die Eislaufsaison in der KSS für die Öffentlichkeit am 14. Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Öffnungszeiten leicht angepasst: Neu ist der Eispark am Montag und Dienstag am Abend ab 17 Uhr für die Eissportvereine reserviert. Dafür ist das freie Eislaufen neu von Mittwoch bis Sonntag jeweils durchgehend von 9  bis 22 Uhr möglich. «Wir erhoffen uns, dass unser Restaurant von diesen längeren Verweildauern der Gäste profitieren kann», sagte Ueli Jäger. Im Restaurant wurde die Menükarte überarbeitet. Weiterhin findet jeden Samstag ab 19 Uhr die Eisdisco statt. Davon stärker unterschieden wird in dieser Saison die bisherige MusicNight, die neu Amag Friday Night heisst. Hier spielt der von den Chiesgrueb-Partys bekannte DJ Marco Mökli auch ältere Musik. Die erste Friday Night findet am 20. Oktober statt.

Machbarkeitsstudie zum Neubau

Die KSS feierte im letzten Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum. «Eine Grundsanierung der Anlage ist dringlich», sagte Raphaël Rohner gestern. Zur geplanten Sanierung wird derzeit vom städtischen Baureferat eine Machbarkeitsstudie über einen KSS-Neubau erstellt. Damit soll die Vorlage ergänzt werden, die der Stadtrat im Mai präsentiert und anschliessend zurückgezogen hatte. In der Vorlage war die Variante «Neubau» nicht erwogen worden, sondern nur verschiedene Sanierungsvarianten. Während die drei dort vorgeschlagenen Sanierungsmodelle zwischen 23  und 29 Millionen Franken kosten würden, dürfte die Neubau-Variante deutlich kostenintensiver sein.

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