«Kindern das Skifahren zu ermöglichen, ist mein Ziel»

Autor
Eva Kunz

Dieser Tage haben die Ski-Serviceanbieter viel zu tun. So auch Dieter Stamm aus Thayngen.

Seiner Leidenschaft, dem Warten von Skiern, geht Dieter Stamm schon seit 45 Jahren nach – und es macht ihm nach wie vor Freude. Bild: Eva Kunz

Langlaufski, Tourenski und Snowboard – für diese Schneesportbretter konnte sich Dieter Stamm nie wirklich begeistern. Seine Leidenschaft ist der Alpin-Ski. «Das ist meine Welt», sagt er. Der Skisport wurde bei Stamm schon in frühester Kindheit zur Passion. Er kann sich noch schwach an seine ersten Skier erinnern, auf denen er mit drei Jahren das erste Mal stand. «Holzskier waren das – gelb mit roter Schrift.» Aus dem Traum, Skirennfahrer zu werden, wurde nichts – seine Leidenschaft zum Skisport aber blieb. Er vermietet Skier und bietet Dienstleistungen wie den Skiservice an. Davon leben könne man heute, in diesem kleinen Rahmen, wie er es tue, jedoch nicht, sagt Stamm. Für den gelernten Schreiner ist es ein Hobby. Hauptberuflich baut er Messestände und Ausstellungen auf und ab.

Das Erdgeschoss seines Hau- ses in Thayngen hat Stamm ganz für den Skisport eingerichtet: Regale mit Skischuhen, Skier in allen erdenklichen Grös­sen und Farben, der Boden mit einem orangen Teppich ausgelegt. «Passend zur Marke Head», so Stamm. Beim Ange-bot beschränkt er sich auf Alpin-Skier der Marke Head. Skischuhe hat er von Head und Lange. Man müsse nicht alles anbieten, auch nicht überall dabei sein, meint er. Auf Facebook oder Instagram sucht man sein Geschäft deshalb vergebens. Auch wolle er keine eigene Website. Seine Kunden kom-men dank Mund-zu-Mund-Propaganda zu ihm. Viele Familien begleitet der 59-Jährige schon seit über drei Generationen – 45 Jahre ist er bereits in diesem Metier zu Hause. Stamm hat in seiner kleinen Werkstatt Skiausrüstungen für Kinder ab drei Jahren. «Kindern ermöglichen, Ski zu fahren, das ist mein grosses Ziel», sagt Stamm. Kinder im Alter von drei bis vier Jahren abzuholen und bis ins Erwachsenenalter zu begleiten, mache ihn glücklich.

Stamm macht bei sich in seiner Werkstatt alles allein. Damit er gut durch die Skisaison kommt, wartet er die Mietskier bereits im August. Dann widmet er sich den Skiern, die ihm seine Kunden für den Service abgeben. Stamm ist es wichtig, sich dabei viel Zeit zu nehmen. «Ich bin wie ein Tante-Emma-Laden», sagt er. «Neben meinen Dienstleistungen bleibt immer auch Zeit, über andere Themen ins Gespräch zu kommen.» Was ihn dabei besonders freue, sei, wenn Kinder von der Piste kämen und ihm erzählten, dass sie beim Skirennen als Erste über die Ziellinie gebrettert seien. Auf die Frage, wie lange er seinem Hobby noch nachgehen wird, sagt Stamm: «Solange ich gesund bin und selber noch Ski fahre, mache ich das bestimmt noch.»

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