«UBS Schaffhausen schlägt UBS Mumbai»

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Autor
Jeannette Vogel

250 UBS-Mitarbeiter sind bereits in die Büros im Solenberg eingezogen. Gestern wurde offiziell das rote Band durchgeschnitten.

UBS-Banner, UBS-Hinweisschilder, ein grosses weisses Zelt. Das Grand Opening des ersten Schweizer Business Solutions Center der Bank mit den drei Schlüsseln wurde gebührend gefeiert. Über 100 Gäste – Nachbarn, Politiker und Medienvertreter – fanden sich gestern im Herblingertal ein, um beim Durchschneiden des rotes Bandes dabei zu sein.

Axel P. Lehmann, Group Chef Operating Officer, nahm in seiner Ansprache Bezug auf die Standortpolitik der «massvollen Regionalisierung», die der Grossbank vor einem Jahr schweizweit Schlagzeilen bescherte. Vor der Standortwahl habe sich Lehmann die Schweizer Karte sehr genau angesehen. Nebst dem Center in Schaffhausen wurde bereits ein weiteres in Biel angekündigt, dort geht es um rund 600 Stellen (siehe Interview). Über ein drittes Business Solutions Center entlang der Gotthardachse werde nachgedacht. Grosse Auslagerungen gab es auch nach Polen, Indien und China. «Wichtig ist, auch die Schweiz zu berücksichtigen», so Lehmann. Die Räumlichkeiten im Solenberg 5 waren innerhalb von nur zehn Monaten bezugsbereit: «Damit schlägt Schaffhausen sogar Indien», sagte Lehmann – bis zum Einzug in Mumbai habe es 14 Monate gedauert.

Der Faktor Mensch spiele gerade auch in Schaffhausen eine wichtige Rolle, so Lehmann. Die ansässigen UBS-Mitarbeiter unterstützten die Neuzuzüger und steuerten lokales Know-how bei. Ebenso wie die Schaffhauser Wirtschaftsförderung und die Stadt Schaffhausen, wie Stadtpräsident ­Peter Neukomm erklärte. Er war zum ersten Mal im UBS Business Solutions Center. Die Bemerkung von Lehmann, der wortwörtlich «Schaffhausen beats India» sagte, freue ihn sehr. Neukomm erhofft sich durch den UBS-­Zuzug eine Signalwirkung für andere Unternehmen, denn: «Unser Gesamt­paket stimmt.» Sein erklärtes Ziel: die UBS-Mitarbeiter zu Fans und damit auch zu Bewohnern von Schaffhausen zu machen. «Wir tun alles, um Vorurteile abzubauen – falls überhaupt welche vorhanden sind», sagte der Stadtpräsident.

Schaffhauser Landfrauenküche

«Wir sind ausserordentlich gut in der Zeit», stellte Lehmann fest. Vor dem Mittagessen im Extrazelt – mit einem Catering durch die Schaffhauser Landfrauen –, zu dem auch alle UBS-Mitarbeiter vor Ort eingeladen waren, blieb Zeit für Fotoaufnahmen. Ein UBS-Team nach dem anderen liess sich vom Hausfotografen mit den UBS-Verantwortlichen ablichten.

Gian-Rico Willy, Leiter UBS Schaffhausen, sagte: «Es ist ein guter Moment. Ich freue mich, dass es heute so weit ist.» Es hätten schon verschiedene Anlässe stattgefunden, um die Verbindungen zwischen den UBS-Mitarbeitern im Solenberg und denjenigen der Altstadt zu intensivieren. Auch eine gemeinsame Weihnachtsfeier sei geplant: «Es ist ein fortlaufender Prozess», erklärte Gian-Rico Willy.

 

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