stars – seit einem Jahrzehnt in Stein

Publiziert am
Autor
Jeannette Vogel

Zum zehnten Mal hat das Stein-am-Rhein-Symposium (stars) stattgefunden. In den letzten zehn Jahren wurden die stars-Teilnehmer jeweils im Hotel Chlosterhof untergebracht; für 2018 müssen die Organisatoren aber nach Lösungen suchen.

Stadtpräsident Sönke Bandixen präsidiert auch Tourismus Stein am Rhein und hielt auf der Burg Hohenklingen ein Referat für stars-Teilnehmer. Bild: stars / Dominik Reichen

stars, der Name, der ­abgekürzt für Stein-am-Rhein-Sym­posium steht, hat zum zehnten Mal in Stein am Rhein stattgefunden. Die ­diesjährige Veranstaltung stand unter dem Motto «Crises in Abundance – Leadership in Turbulent Times» (Krisen im Übermass – Führung in tur­bulenten Zeiten). Von Samstag bis Dienstag ­hatten erneut ausgewählte Mitarbeiter internationaler Konzerne die Möglichkeit, Vorträge zu besuchen und ihr Netzwerk zu erweitern. Gemeinsam mit den Referenten haben sie während des Symposiums globale Herausforderungen erörtert, die in den kommenden Jahren für die Wirtschaft und die Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielen werden.

Sönke Banixen war zum ersten Mal in offizieller Mission dabei – und hatte dabei gleich drei Hüte auf. Als Stadtpräsident ist er auch Mitglied des Stiftungsrates von stars, zudem amtet er seit dem Frühling auch als Tourismusdirektor von Stein am Rhein. «stars ist mir seit Jahren gut bekannt, auch wenn ich bis jetzt nicht aktiv dabei war. In den Vorjahren konnte ich bereits als Gast einige Referate mitverfolgen», so Bandixen.

Dieses Jahr hat er auf der Burg ­Hohenklingen vor den zukünftigen Führungskräften gesprochen und über die Stadt und ihre Geschichte referiert. «Mein letzter Satz war: ‹Come back again›», so Bandixen. «Kommt wieder» – zumindest ein Teil der 80 anwesenden, zukünftigen Wirtschaftskapitäne aus fünf Kontinenten sowie die Referenten sollen mit ihren Familien erneut in Stein am Rhein eintauchen – essen, schlafen, die Burg und das Kloster besichtigen. Nebst den Reizen des mittelalterlichen Städtchens seien auch die kurzen Wege innerhalb der Stadt ein grosser Vorteil: «Es ist bei uns fast so wie auf einem Uni-Campus.» Das Steiner Gewerbe profitiere ebenfalls vom stars Symposium: «Die Teilnehmer sind zwar jeweils zu einem interna­tionalen Austausch hier, aber sie nehmen sich auch Zeit, um in Restaurants Kaffee zu trinken und Läden zu besichtigen.»

20 Hotelzimmer sollen bleiben

In den letzten zehn Jahren wurden die stars-Teilnehmer jeweils im Hotel Chlosterhof untergebracht; für 2018 müssen die Organisatoren aber nach Lösungen suchen – Eigentümer Aniello Fontana verkauft den «Chlosterhof», eine Seniorenresidenz soll entstehen: «Das war ein schwerer Schlag für die Stadt im Hinblick auf den Tourismus», sagt Bandixen. «Doch ich habe gute Neuigkeiten; es gehen nicht alle Übernachtungsplätze verloren», sagt Ban­dixen. Er stehe in laufendem Kontakt mit den neuen – nicht öffentlich bekannten – Investoren: «Es ist geplant, dass 20 Hotelzimmer bleiben werden, ich bin sehr zuversichtlich, dass es klappt.»

Das viertägige Symposium ist nur für geladene Gäste, aber ein Vortrag ist als Dank an die Stadt jeweils öffentlich. Dieses Jahr informierte der Zürcher Fotograf Hannes Schmid über das von ihm gegründete Hilfswerk Smiling ­Gecko in Kambodscha.

Für den Stadtpräsidenten war der Vortrag ein Höhepunkt – und er löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus: «Nach dem Vortrag sind verschiedene CEOs zu mir gekommen und sagten: «Wir wollen helfen.» Der öffentliche Vortrag wurde aus Rücksicht auf die stars-Teilnehmer auf Englisch gehalten und war gut besucht, allerdings war der Anteil der Steiner Bevölkerung eher klein: «Die Sprachbarriere war möglicherweise ein Grund, warum wenig Steiner da waren, andererseits war auch Abstimmungssonntag», so Ban­dixen.

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