Ins Kino mit nordagenda.ch

Publiziert am
Autor
Kay Uehlinger

Am Donnerstag erleben diverse neue Filme ihre Taufe. Die Filmkritiker von nordagenda.ch klären ab, ob es sich lohnt, dafür eine Tüte Popcorn zu kaufen. Heute im Test: Ghost in the Shell.

Bild: outnow.ch

Heute im Test: «Ghost in the Shell»

Basierend auf dem gleichnamigen Anime Film aus dem Jahr 1995, erzählt «Ghost in the Shell» die Geschichte von Major (Scarlett Johansson) einem Mensch-Maschinen-Hybriden.

In einer dystopischen Zukunft führt sie eine Eliteeinheit an, um die gefährlichsten Kriminellen und Extremisten zu bekämpfen. Auf dieser Mission stösst sie auf ihren härtesten Gegenspieler, der das Ziel verfolgt, die fortgeschrittenen Cyber-Technologien der Firma Hanka Robotics zu vernichten. Die Firma, welche «Major» zu dem gemacht hat was sie ist.

Hauptdarsteller

Die Hauptrolle in «Ghost in the Shell» wurde Scarlett Johansson auferlegt. Die zweimalige «Sexiest Woman Alive» Gewinnerin und stolze Besitzerin eines Sterns auf dem «Hollywood Walk of Fame» kann dieser Rolle eigentlich gerecht werden. Sie hat bereits bewiesen, dass sie sowohl in Science-Fiction, als auch in Actionfilmen ihre Rollen perfekt widerspiegeln kann. Beste Beispiele sind Filme wie «Avengers: Age of Ultron» und «Lucy». Die Handlung lässt sie aber etwas blass wirken und man kann sich nicht wirklich mit ihrer Figur «Major» identifizieren.

Was wir denken

«Ghost in the Shell» ist eine Verfilmung eines der beliebtesten und erfolgreichsten Anime-Filme. Selbstverständlich sind da die Erwartungen an Regisseur, Schauspieler und Crew hoch. Die Handlung, die vom Original genauestens nachempfunden werden sollte, erreicht aber nicht die philosophischen Tiefen und es fehlt die emotionale Verbindung zu den Figuren. Obwohl wir uns definitiv nicht die Frage stellen müssen, ob die Hauptdarstellerin passt, handelt es sich hierbei um eine Anime-Verfilmung mit japanischen Figuren und Namen. Der Name der Hauptfigur wurde «amerikanisiert», sowie die Figuren selbst auch, was dem Film nicht zu Gute kommt.

«Ghost in the Shell» kann nur mit guten Spezialeffekten und Kampfszenen überzeugen. Der Handlung und vor allem den Figuren wird zu wenig Raum zur Entfaltung gelassen. Deshalb erhält «Ghost in the Shell» zwei von fünf Popcorn-Tüten.

Spieldaten, sowie weitere Informationen sind hier zu finden.

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