Ein Wegweiser für Nicht-Hilarianer

Publiziert am
Autor
Jessica Huber

Volksfeste lassen die Herzen der Bewohner höherschlagen. So auch der Hilari, bei dem die Einwohnern von Feuerthalen, Langwiesen, Flurlingen und Laufen-Uhwiesen einmal Anfang Jahr den Ausnahmezustand geniessen dürfen.

Schminkfreudige und kostümierte Besucher sind stets willkommen. Bild: Selwyn Hoffmann

Gerne wird während der Festtage, die jährlich um den 13. Januar dem Tag des heiligen Hilarius stattfinden, von angefixten Hilarianern behauptet, dass es am Hilari keine Regeln gäbe und alles erlaubt sei. Doch das stimmt nicht ganz. Für die eingefleischten Festbesucher sind die Benimmregeln bereits ins Blut übergegangen und werden vom Kindergarten an eingetrichtert, so dass sie keineswegs denken, es gäbe irgendwelche Vorschriften. Dennoch müssen für Aussenstehende einige Dinge erklärt werden, damit auch diese sich am Hilari zurechtfinden.

Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie sich am Hilari unbemerkt unter die Einheimischen mischen:

Keine Masken

Die einzig offizielle Regel, die todernst genommen wird: Keine Masken! Das Hilari-Fest basiert auf der Sage des Burgfräuleins Berta, welche einen schwäbischen Ritter nicht heiraten wollte und dank der Hilfe der Dorfbewohner der Cholfirstgemeinden vertrieben wurde. Die verschiedenen Hilari-Besucher, die sich für das Fest verkleiden, symbolisieren die Dorfbewohner die anno dazumals das Burgfräulein beschützten. Kunterbunt und vielfältig soll die Masse sein, jedoch ohne Maske über den Gesichtern.

 

Keine Fasnacht

Ebenfalls wichtig, der Kenner spricht nicht von Fasnacht. Die Feiertage um den 13. Januar sind nicht da, um den Winter in die Flucht zu treiben. Waschechte Hilarifans sehen es als Beleidigung an, wenn man ihr geliebtes Volksfest als Fasnacht bezeichnet.

 

Keine Miesepeter

Hilari ist laut und damit sollte man kein Problem haben. Es wird morgens in aller früh geschrien, getanzt, Musik gemacht und gegrölt. Wer damit nicht klar kommt, der sollte lieber Abstand halten, denn wären der Hilaritage ist Ausnahmezustand und das rund um die Uhr.

 

Keine Gfrürli

Leider findet das Volksfest nicht im Sommer sondern immer im Winter statt, weshalb man sich den Umständen entsprechend kleiden sollte. Deshalb empfiehlt sich auch ein Kostüm zu wählen, das wärmend dem Schnee trotz oder für die bewährte Zwiebel-Kleidungstechnik geeignet ist.

 

Einfach mitmachen

Auch wenn die kunterbunten Vögel komisch befremdlich wirken können, sind sie alle ganz lieb und möchten lediglich das Fest geniessen. Darum sollten die Traditionen nicht hinterfragt und einfach mitgemacht werden.

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