Nur die Ticketverkäufe sichern das «Stars in Town»

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Autor
Dario Muffler

Ohne starken Ticketverkauf gäbe es das Festival «Stars in Town» 2018 nicht mehr. Eine regionale Wertschöpfung von über elf Millionen Franken wäre dann infrage gestellt.

Starke Ticketverkäufe beim «Stars in Town» 2017: Der Herrenacker war dieses Jahr trotz schlechten Wetters jeden Abend gut gefüllt. Bild: Selwyn Hoffmann

Die Rechnung des diesjährigen Festivals «Stars in Town» liegt zwar noch nicht vor. Jedoch können die Organisatoren bereits sagen, dass die Einnahmen beim Essen und bei den Getränken, die rund 10 bis 15 Prozent der Finanzierung ausmachen, unter der kalten und nassen Witterung gelitten haben. Adrian Brugger, Geschäftsführer der Stars in Town AG, sagt: «Wir haben in diesem Bereich ein sechsstelliges Minus im Vergleich zum Budget – was aber nicht heisst, dass wir ein sechsstelliges Defizit haben.»

Brugger findet eindeutige Worte zur Situation des Festivals: «Wir haben nur dank starker Ticketverkäufe überlebt.» Mit über 30 000 Besuchern waren in diesem Jahr so viele wie noch nie gekommen. Darin nicht eingerechnet sind die Besucher auf dem Fronwagplatz. «Bei 20 bis 30 Prozent weniger ­Ticketverkäufen gäbe es ‹Stars in Town› nächstes Jahr nicht mehr», so Brugger. «Das Festivalbusiness ist knallhart.»

Dreifaches an Wertschöpfung

In den vergangenen sieben Jahren hat sich das Festival im Zentrum der Schaffhauser Altstadt zu einem der Top-10-Festivals der Schweiz entwickelt. Entsprechend ist auch das Budget der Veranstaltung gewachsen. Von 1,1 Millionen Franken im Jahr 2010 bis auf rund 3,8 Millionen Franken 2017. Die Wertschöpfung liegt dabei um einiges höher. «Es gibt unterschiedliche Berechnungsweisen dafür», sagt Brugger. «Wir rechnen mit dem Dreifachen des Umsatzes.» Das ergibt eine Wertschöpfung von über elf Millionen Franken. Brugger führt aus: «Alle Hotels sind ausgebucht, und auch Restaurants profitieren von den Besuchern.» Er räumt aber ein, dass nicht alle glücklich seien mit dem Festival. «Es gibt unterschiedliche Meinungen», sagt Brugger. Klar ist für die Organisatoren und auch den Regierungsrat, der hinter dem Festival steht, dass die Veranstaltung das Image von Stadt und Region Schaffhausen positiv beeinflusst. «Und dieser Faktor kann eben nicht mit Zahlen ausgewiesen werden», so Brugger.

Was die ins Gespräch gekommene Defizitgarantie des Kantons in Höhe von 50 000 Franken angeht, sagt Brugger nur: «Sie hat für das Risikomanagement eine gewisse Relevanz. Man muss den Betrag aber in Relation zum Gesamtbudget sehen.»

#1

Ich finde es super was Adrian Brugger und sein Team nun schon seit vielen Jahren auf die Beine stellt. Es ärgert mich immer wenn ich lesen muss, dass einige damit nicht glücklich sind. Wir reden da von wenigen Tagen im Jahr, wo einmal in der Stadt etwas grosses läuft und ich denke da ist reklamieren nicht angesagt! Das gleiche Kapitel ist der Martini-Markt. Früher ein Highlight in der Stadt mit heimeliger Atmosphäre und ein Treffpunkt für viele. Nun mit der Verbannung auf den Herrenacker ist er tot. Dies weil es gewissen Geschäften in der Altstadt ein Dorn im Auge war. Wir reden da wieder von 2 Tagen. Dies sollte man ändern, der Martini-Markt gehört wieder zurück in die Altstadt! Es bringt auch wieder Menschen in die Stadt, die vielleicht auch in den Geschäften etwas kaufen?In diesem Sinne herzlichen Dank Adrian Brugger & Team für dieses grosse kulturelle Engagement! Ich finde es ohne wenn und aber toll und freue mich schon wieder auf 2018! Markus Wanner

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