5 alternative Weihnachtsfilme

Autor
Manuel von Burg

Genug von Sissi und Co? Wir schaffen Abhilfe und präsentieren fünf alternative Filme zur Weihnachtszeit.

Ein Kultfilm schlechthin: Szene aus «Pulp Fiction» mit John Travolta und Samuel L. Jackson. Bild: shn

Sie gehören zu Weihnachten wie Zimtsterne und lammettaverzierte Tannenbäume: Die Blockbuster im Fernsehen, die jedes Jahr über die Mattscheibe flimmern. Sissis Liebschaft mit dem jungen Kaiser kennt man mittlweile ebenso auswendig wie die unzähligen erfolglosen Versuche der beiden Gauner Harry und Marv, dem kreativen Kevin allein zu Haus die Stirn zu bieten.

Aber keine Angst: Wer sich Gremlins, Grinches oder den Apachen Winnetou über Weihnachten ersparen will, dem können wir aushelfen: Wir haben fünf Alternativen bereit, die für genügend Abwechslung in der Weihnachtszeit sorgen. 

 

Pulp Fiction 

Ein Klassiker schlechthin. Die Starbesetzung mit John Travolta, Samuel L. Jackson, Uma Thurman und Bruce Willis hält, was sie verspricht: Abwechslungsreiche Dialoge, brillantes schauspielerisches Können und eine nervenaufreibende Handlung verleihen dem Film bis heute Kultstatus. Beweis gefällig? Hier kommt eine weltberühmte Szene: 

Die Handlung besteht dabei aus drei verschiedenen Episoden, die miteinander verwoben sind, aber unabhängig voneinander erzählt werden. Zu viel soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden, nur eines soll gesagt sein: Ein Kultfilm erhält seinen Status nicht ohne Grund. 

 

Eyes Wide Shut

Zugegeben, ganz um die Weihnachtsthematik kommt man bei «Eyes Wide Shut» nicht herum, immerhin besuchen Nicole Kidman und Tom Cruise eine Weihnachtsparty. Aber es ist eine à la Stanley Kubrick. Im letzten Film des US-amerikanischen Über-Regisseurs geht es nicht um Mistelzweige und Eierlikör, sondern um Drogen, Sexorgien, Eifersucht, Betrug, Verrat, Verkauf, um tiefe, tiefe menschliche Abgründe und um die Dämonen in jedem von uns. Die ausgeschmückte Verfilmung der 1925 veröffentlichten «Traumnovelle» des österreichischen Schriftstellers Arthur Schnitzler ist definitiv ein Streifen, den man besser erst nach der besinnlichen Bescherung anschauen sollte. Und erst nachdem die Kinder im Bett sind. Denn Kubrick verpflichtete als Hauptdarsteller extra ein damals noch zusammenlebendes Ehepaar – um die Hemmschwelle für gewisse Szenen herunterzusetzen.

 

Intouchables

Zugegeben: Komödien sind ein schwieriges Genre, denn Humor ist sehr subjektiv. Die französische Komödie rund um den wohlhabenden, aber durch eine Behinderung stark eingeschränkte Phillipp und seinen ungewöhnlichen, aus dem französischen Banlieu stammenden Betreuer Driss schafft es, durch einen einfachen, aber sehr direkten Humor viele Zuschauer zu erreichen. Humoristische Elemente werden geschickt mit einer eher ernsten Thematik verbunden: Die Vorurteile, welche über Leute aus dem Banlieu herrschen, und die angemessene Behandlung Schwerbehinderter. 

 

The Big Lebowski

Eine Verwechslung mit Folgen: Der Lebemann Jeffrey «The Dude» Lebowski wird mit einem steinreichen, gleichnamigen Millionär verwechselt, dessen Ehegattin Geldschulden bei einem zwielichtigen Filmproduzenten hat. Um diese Geldschulden einzutreiben, schickt er zwei Schlägertypen, welche die Wohnung von Jeffrey Lebowski verwüsten und auf seinen Teppich pinkeln. Das lässt der «Dude» aber nicht auf sich sitzen und will von seinem Namensvettern Schadenersatz. Dieser lehnt ab, macht ihm aber ein Tag später ein Angebot, dass der «Dude» kaum ausschlagen kann. 

 

Dallas Buyers Club

Für diejenigen, welche sich an Weihnachten auch mit ernsteren Themen auseinandersetzen wollen, haben wir auch eine Alternative: «Dallas Buyers Club» erzählt die Geschichte des an AIDS erkrankten Ron Woodroof, der in den 1980 Jahren nicht-genehmigte Medikamente in die USA schmuggelt, um sich und später auch anderen Menschen ein längeres Leben zu ermöglichen. Die schauspielerische Leistung von  Matthew McConaughey geht dabei unter die Haut, völlig zu Recht erhielt er für seine Rolle auch 2014 den Oscar verliehen. Der Film setzt sich stark mit der Immunkrankheit selbst auseinander und zeichnet die ersten Versuche auf, dem HIV-Virus mit Medikamenten zu begegnen. 

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren