Auf was wir uns im Winter (nicht) freuen

Publiziert am
Autor
Jessica Huber

Vom goldigen Herbst sind wir unmerklich in die kühlen Klauen des Winters gerutscht. Aber das macht gar nichts, schliesslich können wir uns auf einiges mehr oder weniger freuen!

Kuschelabende zu Hause - Eindeutig etwas auf das man sich im Winter freuen kann, oder? Bild: Pixabay

Glühwein

Vorstellung: Es ist so weit. Seit Mittwoch steht auf dem Fronwagplatz wieder der Glühweinstand. Gemütliches Beisammenstehen, quatschen die Hände an einem köstlich duftendem Becher Traubensaft mit Schuss wärmen, was will man mehr? 

Realität: Eigentlich schmeckt der Glühwein erst nach der zweiten Tasse. Aber das macht nichts, da man sich am ersten Schluck sowieso die Zunge samt Geschmacksnerven verbrüht und abwarten muss. In der Zwischenzeit beginnt dann das grosse Zittern, bei dem man angestrengt versucht, den Glühwein nicht zu verschütten...

 

Guetzli, Maroni, Fondue und Co.

Vorstellung: Endlich wieder Mailänderli, gemütliche Raclette-Abende mit Freunden und auf dem Nachhauseweg gibt es noch ein paar heisse Maroni. Ja, die Winterzeit ist nicht unbedingt die kalorienärmste, aber die Extrapfunde benötigt man schliesslich gegen die Kälte. Oder etwa nicht?


Realität: Die ersten Guetzli sind tatsächlich genüsslich, doch bereits am zweiten Tag verkommen die ehemals geliebten Zimtsterne zu Backsteine, an denen man sich die Zähne ausbeissen könnte. Auch der Fondue-Geruch nach der ersten Käse-Session, begrüsst uns anschliessend zwei Wochen lang, wenn wir nach Hause kommen. 

 

Fernsehabende

Vorstellung: Jetzt muss man endlich kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn man nicht die ganze Zeit draussen ist. Nun dürfen die dunklen Abendstunden getrost zu Hause oder im Kino verbracht werden. Zu schauen gibt es genug! In den kommenden Wochen gibt es diverse Serien-Highlights sowie Blockbuster im Kino, die uns bestimmt vergnügliche Stunden bescheren werden. 

 

Realität: Nach der fünften Folge hintereinander schleicht sich dennoch langsam das schlechte Gewissen ein. Familie und Freunde werden lieber vernachlässigt, damit man sich alleine seiner TV-Dröhnung widmen kann. Tröstend ist lediglich der Gedanke, dass man ja spätestens an Weihnachten wieder aus seiner dunklen Höhle hervor kriechen muss, um am Familienessen anwesend zu sein. 

 

be

 

Mandarinen

Vorstellung: Passende zu den spanischen Nüssli kommen nun auch wieder die beliebten Mandarinli zum Zug. Beim Schälen einer solchen Frucht kommen aufgrund des Dufts, welcher verströmt wird, gleich dutzende Kindheitserinnerungen hervor. So träumen wir vom Samichlaus-Besuch in der Turner Riege oder dem Wichtelgeschenk in der zweiten Klasse. Einfach herrlich!

 

 

Realität: Die Mandarinen zu schälen gleicht einer Wissenschaft. Entweder bleibt die weisse Zwischenhaut am Fruchtfleisch hängen, oder man spritzt sich den Mandarinen-Saft ins Auge. Hat man es dennoch geschafft, die Frucht von der Schale zu befreien, kann es durchaus sein, dass die Hälfte der Mandarine eigentlich nur aus Kernen besteht und der Duft nicht dem Geschmack entspricht. 

ff

Weihnachtsstimmung

Vorstellung: Nun beginnt die kurze Zeitspanne, in der man sich noch nicht über die Weihnachtszeit nervt, sondern fröhlich mitsingt, wenn im Radio «Last Christmas» läuft oder die Supermärkte mit weihnachtlichen Artikeln überschwemmt werden. Deshalb geniesst die funkelnde Weihnachtsbeleuchtung und die geschmückten Läden in vollen Zügen.

 

Realität: Kaum liegt der letzte Oktobertage in der Vergangenheit sind scheinbar über Nacht Weihnachtsbäume gewachsen, die den Passanten aufdringlich die kommende Weihnachtszeit anpreisen. Und automatisch geht der Puls hoch. Hat man alle Geschenke? Wo wird dieses Jahr gefeiert? Hab ich überhaupt frei an den Feiertagen... Ach, wäre es doch schon Januar...

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