Facebook will gegen «Rachepornos» vorgehen - mit Nacktfotos

Publiziert am
Autor
Janosch Tröhler

Es hört sich an wie ein schlechter Scherz: Facebook will die Veröffentlichung von Nacktfotos verhindern. Dafür sollen die Nutzer selbst ihre Nacktbilder an das Unternehmen schicken.

Symbolbild: Pixabay

Es ist eine Horrorvorstellung: Ein Nacktfoto findet den Weg ins Netz, ersichtlich für die ganze Welt. Sogenannter «revenge porn», also die absichtliche Veröffentlichung von Nacktfotos um jemandem zu schaden, ist ein grosses Problem.

Wie das US-amerikanische Newsportal ABC News berichtet, will das weltweit grösste soziale Netzwerk Facebook mit einer unorthodoxen Methode gegen die Publikation von Nacktfotos vorgehen: Die Nutzer sollen die Fotos gleich selbst an das Unternehmen schicken.

Dafür arbeitet Facebook nun mit einer kleinen australischen Regierungsbehörde zusammen. Und so funktioniert das: Wenn man besorgt ist, dass ein Nacktfoto auf Facebook, Instagram oder über den Facebook Messenger ungewollt verbreitet wird, kann man mit einem sogenannten e-Safety-Kommissar Kontakt aufnehmen. Diese würden einen je nachdem auffordern, sich das besagte Bild selbst im Messenger zu schicken. Das sei sehr sicher, sagt Inman Grant von der australischen Behörde. Denn der Messenger sei verschlüsselt und das Bild würde nicht über das Netz verschickt werden.

Trotzdem: Facebook erstellt anhand des Fotos einen sogenannten «hash», einen digitalen Fingerabdruck des Fotos. Will dann jemand das Bild hochladen, überprüft der Algorithmus das Bild und erkennt es anhand dieses Fingerabdrucks. So werde das Hochladen verunmöglicht.

Diese ungewöhnliche Methode testet Facebook nun in Australien und drei weiteren Ländern. In Australien funktioniert es allerdings nur, wenn man vorab über die Behörde Kontakt aufgenommen hat.

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