Stimmen aus der Community: Was vermissen Auslandschweizer?

Publiziert am
Autor
Janosch Tröhler

In unserer Facebookgruppe «Deine Plattform» gibt es auch Schaffhauser, die noch immer im Ausland leben. Wir haben sie gefragt, was sie an der Schweiz vermissen - und was überhaupt nicht.

Diesen Ausblick geniesst Werner Müller in Thailand beim Abendspaziergang. Bild: Werner Müller

«Ich vermisse gewisse Lebensmittel und die Qualität beim Fleisch.»

Urs Breuss lebt im Bayrischen Wald. Die Weite, die Ruhe und der Job haben ihn dorthin gezogen. Er schätzt die Möglichkeit, acht Stunden mit dem Hund durch die Landschaft zu wandern ohne jemanden anzutreffen. «Aber ich vermisse gewisse Lebensmittel und die Qualität beim Fleisch», sagt Breuss. Ausserdem seien die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs katastrophal. Kein Heimweh bekommt er, wenn er an die enge Besiedelung der Schweiz denke: «Wenn ich in die Schweiz komme und von St. Margrethen nach Schaffhausen fahre, habe ich das Gefühl, dass das bald ein und dieselbe Gemeinde ist.» Auch der Mietzins sei viel erschwinglicher als in der teuren Schweiz.

«Das Nebel-, Regen- und Pflutschwetter vermisse ich gar nicht.»

Etwas weiter weg wohnt Werner Müller: Er lebt seit Jahren in Thailand, die Liebe hat ihn dorthin gebracht. An der Schweiz vermisst er die klaren Seen und Flüsse. «Und ein dunkles Büürli zum Grillcervalat. In unserer Nähe wohnt ein Schweizer Metzger», schreibt Müller weiter. Ausserdem sei die Nachtruhe ab 22 Uhr ganz schön in der Schweiz. Aber er ist froh, dem Bünzlitum und der Unfreundlichkeit entkommen zu sein. «In der Provinz hier in Thailand hat das Land des Lächelns gehalten», sagt Müller. Auch das teure Leben vermisse er nicht und fügt an: «Und natürlich vermisse ich das Nebel-, Regen- und Pflutschwetter gar nicht.»

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